Jacques Cheminade: deutsch-französische Beziehungen auf historischem Tiefpunkt

21.07.2026
Jacques Cheminade: deutsch-französische Beziehungen auf historischem Tiefpunkt klaus 21.07.2026

Der Vorsitzende von Solidarité et Progrès in Frankreich, Jacques Cheminade, war als Gastredner auf dem Bundesparteitag der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) am 11.7. in Frankfurt/M. eingeladen. Er stellte die gemeinsame Mission der beiden Parteien in dieser turbulenten Situation vor. Die deutsch-französischen Beziehungen seien auf einem historischen Tiefpunkt, sagte Cheminade. „Unsere Regierungen sind sich nur in einer Sache einig: Rußland die Stirn zu bieten und den Geist von Anchorage [das Gipfeltreffen von Trump und Putin im August 2025] zu sabotieren.“

Cheminade gab einen Überblick über die verheerende wirtschaftliche und soziale Lage in Frankreich. Die Armutsquote hat 15,4% erreicht, das sind 10 Mio. Menschen, davon 35-40% Kinder. Die Ungleichheit nimmt zu, während die Wirtschaft zusammenbricht, die Welle von Insolvenzen erreichte im vergangenen Jahr 70.000 und wird in diesem Jahr voraussichtlich nochmals um 25% steigen. Die Menschen machen sich Sorgen um ihre Kaufkraft und ihre Sicherheit. „Drogen sind überall im Land, nicht nur in den Städten, auch in allen Dörfern. Und Marseille ist wie ein europäisches Medellin…“

Wegen der Gehirnwäsche der Medien sehe ein Großteil der Menschen immer noch in Putin den Tyrannen des Kremls und in Xi Jinping einen bösen chinesischen Kaiser. „Dieselben Medien schüren in der Bevölkerung ständig die Angst vor dem anderen – eine weitere Waffe der Oligarchie, um die Psychose eines ‚Kriegs aller gegen alle‘ zu fördern.“

Die Bevölkerung „haßt Emmanuel Macron und lehnt ihn ab, aber die offiziellen Alternativen – Marine le Pen und Jean-Luc Mélenchon – sind keine Alternativen“, so Cheminade. Le Pen und ihre Partei RN seien der Illusion der Kryptowährungen verfallen und „Komplizen – oder willige Opfer – der Trump-Anhängerschaft von Multimilliardären und Billionären. Sowohl die Regierung als auch diese vorgeblichen Souveränisten spielen voll und ganz die Anti-Migranten-Karte aus. Ein wahrer Souveränist muß den Migranten als Menschen sehen“, anstatt als wirtschaftliches Problem.

Die „gemäßigte Linke“ sei gegen Putin und China und wiederhole im Grunde genommen die Narrative der Londoner City und der Wall Street. Bei Mélenchon von der extremen Linken sei positiv zu vermerken, daß er „den Austritt aus der NATO, fruchtbare Beziehungen zu China sowie wohlmeinende und gute soziale Maßnahmen fordert. Aber er ist gegen die Grundlage, auf der das erreicht werden könnten, weil er gegen Kernenergie ist… Und er instrumentalisiert die Palästina-Frage, um die Stimmen der Wähler ausländischer Herkunft zu gewinnen. Aber nicht um der Gerechtigkeit willen.“

In dieser Situation, schloß Cheminade, seien immer mehr souveränistische Kräfte und politische „Außenseiter“ offen für die Ideen von Solidarité et Progrès. Der Schlüssel liege nun darin, ihnen und anderen den einzigartigen Beitrag von Lyndon LaRouche näherzubringen und die Menschheitsgeschichte so zu verstehen, wie er es tat.

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