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Japanischer Gesandter: Wirtschaftliche Entwicklung ist Schlüssel zum Frieden im Nahen Osten

Die Erklärung des japanischen Sondergesandten für Frieden im Nahen Osten, Uemura Tsukasa, bei der Anhörung des UN-Sicherheitsrates am 29. November zur Krise im Nahen Osten war bemerkenswert, da er die entscheidende Rolle der wirtschaftlichen Entwicklung für die Sicherung eines dauerhaften Friedens in Südwestasien hervorhob.

Botschafter Uemura sieht sich als "alten Freund der Region", da er sich seit vier Jahrzehnten im Nahen Osten engagiert. Trotz der Schwierigkeiten berge die Region noch immer "ein großes Potenzial für Koexistenz und gemeinsamen Wohlstand", betonte er. Japan habe immer die Ansicht vertreten, dass echter Frieden eine Zwei-Staaten-Lösung erfordert, "die nur durch Dialog und nicht durch Gewalt erreicht werden kann". Er nannte die "drei Säulen", auf die Japan seinen Ansatz für eine Zweistaatenlösung stütze: "Politischer Dialog, Vertrauensbildung und wirtschaftliche Unterstützung für das palästinensische Volk".

Als Beispiele für Japans Bemühungen zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung nannte Uemura den Agrarindustriepark, den Japan im Jordantal des Westjordanlandes in der Nähe von Jericho mit aufgebaut hat und unterstützt, sowie die von Japan 2013 initiierte Konferenz zur Zusammenarbeit ostasiatischer Länder für die Entwicklung Palästinas (CEPAD).

Der von Uemura erwähnte landwirtschaftliche Industriepark in Jericho ist das Vorzeigeprojekt der Initiative "Korridor für Frieden und Wohlstand", die der damalige japanische Premierminister Koizumi Junichiro 2006 bei einem Besuch in der Region ins Leben gerufen hatte. Ziel der Initiative ist es, die Zusammenarbeit zwischen Israel und Palästina, Jordanien und anderen arabischen Ländern zu fördern. Die "Grundidee" der Initiative wird in einem Hintergrundpapier von 2006 mit dem Titel "Japans Konzept zur Schaffung des Korridors für Frieden und Wohlstand" beschrieben:

"Um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu erreichen, ist es für die Völker der Region wichtig, eine Friedensdividende zu erhalten und das Vertrauen zwischen Arabern und Israelis, insbesondere zwischen Palästinensern und Israelis, zu fördern. Die Zweistaatenlösung ist der einzige Weg und es ist wichtig, die Koexistenz und den gemeinsamen Wohlstand anzustreben und gleichzeitig die gegenwärtige Situation zu bewältigen."

Der damalige Außenminister Asō Taro fügte 2007 in einer Erklärung zum Korridor für Frieden und Wohlstand hinzu: "Wenn dieses Konzept verwirklicht wird, werden die Probleme dieser Region nicht militärisch oder politisch gelöst, sondern vielmehr durch wirtschaftliche Entwicklung."
 

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