In einem Webinar über den illegalen Krieg der USA und Israels gegen den Iran, der viele Länder in Südwestasien erfasst, erklärte der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der Missbrauch von Gottes Namen durch den Einsatz „pseudoreligiöser“ Sprache zur Rechtfertigung von Krieg sei die schwerste Sünde.
„Der Missbrauch und die Manipulation von Gottes Namen, um diesen und jeden anderen Krieg zu rechtfertigen, ist die schwerste Sünde, die wir derzeit begehen können“, sagte Kardinal Pizzaballa. Er fuhr fort: „Krieg ist in erster Linie politisch und hat, wie die meisten Kriege, sehr materielle Interessen. Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um diesem pseudoreligiösen Sprachgebrauch keinen Raum zu lassen, der nicht von Gott, sondern von uns selbst spricht.“
Am 15. März berichtete „Vatican News“, dass sich der lateinische Patriarch von Jerusalem zu den Worten des US-Kriegsministers Pete Hegseth äußerte. Hegseth ist ein glühender Verfechter der Kreuzzüge und hatte während einer Pressekonferenz den Psalm 144 zitiert, um einen göttlichen Segen für den laufenden Angriff der USA und Israels auf den Iran zu erbitten.
Kardinal Pizzaballa: „Als Gläubige … müssen wir sagen: ‚Nein, es gibt keine neuen Kreuzzüge.‘ Wenn Gott in diesem Krieg gegenwärtig ist, dann ist er unter denen, die sterben, die leiden, die Schmerzen haben, die auf verschiedene Weise unterdrückt werden, im gesamten Nahen Osten.“ Der Kardinal fügte hinzu, dass „es Manipulationen durch jene gibt, die die Religion ins Spiel bringen wollen, um den Namen Gottes auszunutzen“.
Pizzaballa erinnerte die Zuhörer an den Appell von Papst Leo XIV. für einen Waffenstillstand und Dialog. Selbst wenn dieser „auf taube Ohren stoßen“ sollte, müsse die Kirche weiterhin von der Realität sprechen und sich zusammenschließen, um in die Zukunft zu investieren. Er sagte: „Was auf Gewalt aufgebaut ist, geht zugrunde. Es hat keine Zukunft, sondern schafft eine Leere um sich herum: Angst, Groll, Hass – all das, was in christlicher Sprache zur Welt des Todes gehört.“
Zum anhaltenden Völkermord in Gaza und im Westjordanland sagte er, 36 Krankenhäuser seien teilweise in Betrieb, es aber, wie in den „Vatican News“ berichtet wird, an Medikamenten mangele, sogar an grundlegenden Antibiotika. Die Menschen leben buchstäblich in der Kanalisation; die Bilder können die Gerüche nicht vermitteln.“ Er fügte hinzu: „Was das Westjordanland betrifft, so gibt es fast täglich Angriffe israelischer Siedler auf palästinensische Dörfer. Es gibt mittlerweile fast tausend Kontrollpunkte. Die Palästinenser haben nach wie vor Schwierigkeiten, sich fortzubewegen, und die meisten Genehmigungen wurden aufgehoben.“
Am 9. März veröffentlichte Helga Zepp-LaRouche einen offenen Brief an Papst Leo XIV. mit dem Titel „Handeln Sie genauso wie Nikolaus von Kues!“, in dem sie religiöse Führer und Menschen guten Willens dazu aufruft, sich zu vereinen, um den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu stoppen, der schnell in einen Atomkrieg münden könnte.