Deutsche und internationale Medien übersahen vor einer Woche Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz, die eigentlich Schlagzeilen hätten machen müssen.
Während desselben Treffens mit Studenten in Marsberg, bei dem Merz US-Präsident Donald Trump vorwarf, keine Strategie gegenüber dem Iran zu haben, erklärte er, dass die Ukraine territoriale Zugeständnisse an Russland machen müsse. Merz formulierte seine Aussage wie folgt: „Hoffentlich wird es irgendwann einen Friedensvertrag mit Russland geben. Dann ist es möglich, dass ein Teil des ukrainischen Territoriums nicht mehr ukrainisch sein wird. Wenn er [Selenskij] dies seinem eigenen Volk vermitteln und eine Mehrheit dafür gewinnen will und er ein Referendum zu dieser Frage abhalten muss, dann muss er dem Volk gleichzeitig auch sagen: ‚Aber ich habe euch den Weg nach Europa geebnet.‘“ Mit anderen Worten: Wenn Kiew territoriale Zugeständnisse macht, wird es Frieden geben und eine EU-Mitgliedschaft für die Ukraine wird möglich sein.
Dies ist das erste Mal, dass ein EU-Spitzenpolitiker das Mantra „Frieden ist nur mit einer Niederlage Russlands möglich“ fallen gelassen und sich der Realität gestellt hat. Die Bedeutung dieser Veränderung blieb den ukrainischen Medien nicht verborgen, die darüber berichteten.
Quelle: eirna.de