Katar und China beraten über Frieden und Wirtschaftskooperation

18.09.2026
Katar und China beraten über Frieden und Wirtschaftskooperation klaus 18.09.2026

Die Dringlichkeit, Konflikte in Südwestasien durch Diplomatie statt durch Gewalt zu lösen, war ein zentrales Thema auf der Tagesordnung des Besuchs des katarischen Premierministers und Außenministers Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani am 7. und 8. September in Peking. Al Thani führte eine Reihe von Gesprächen mit hochrangigen chinesischen Vertretern, darunter separate Treffen mit seinen chinesischen Amtskollegen, Premierminister Li Qiang und Außenminister Wang Yi. Bei beiden Treffen sowie bei seinen Gesprächen mit führenden Vertretern der chinesischen Wirtschaft standen gemeinsame Investitionsprojekte und der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ebenfalls auf der Tagesordnung.

China sieht der Verschärfung der regionalen Krise in Südwestasien ganz offensichtlich nicht tatenlos zu. Sowohl Li als auch Wang bezeichneten Katar als einen wichtigen strategischen Partner Chinas im Nahen Osten und bekundeten Chinas Unterstützung für Katars Bemühungen, die Krisen im Nahen Osten durch Vermittlung zu lösen. Li forderte die beiden Nationen auf, „die multilaterale Koordination und Zusammenarbeit zu stärken, um die Schaffung eines gerechteren und vernünftigeren globalen Regierungssystems zu fördern“, berichtete die „China Daily“.

Bei seinem Treffen mit Al Thani erörterte Wang den Vier-Punkte-Vorschlag zur Konfliktlösung, den Präsident Xi Jinping bei seinem Besuch in Ägypten am 1. und 2. September vorgelegt hatte, wie die South China Morning Post berichtete. Wang nannte keine konkreten Länder, betonte jedoch, dass „Druck durch den Einsatz von Gewalt nicht der richtige Weg ist. Dialog und Verhandlungen sind der einzig gangbare Weg … China ist bereit …, die Kommunikation und Koordination mit Katar und anderen regionalen Akteuren zu verstärken, die Länder der Region dabei zu unterstützen, ihre Zukunft und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, den Frieden und die Stabilität in der Region so schnell wie möglich wiederherzustellen und eine faire und vernünftige neue regionale Sicherheitsarchitektur zu schaffen“, bekräftigte er.

Bei beiden Treffen brachte Scheich Mohammed Katars Anerkennung für Chinas „objektive und unparteiische“ Haltung sowie dessen Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region zum Ausdruck. Er bekräftigte Dohas „Unterstützung für alle diplomatischen Bemühungen und Initiativen, die auf eine Lösung abzielen, die die Freiheit der Seeschifffahrt gewährleistet und den Weg für eine umfassende Einigung ebnet, die nachhaltigen Frieden in der Region sichert“, wie das katarische Außenministerium in einer Erklärung mitteilte.

Zwischen den beiden Ländern bestehen bereits umfangreiche wirtschaftliche Beziehungen: Katar deckt fast ein Drittel des chinesischen LNG-Bedarfs und China ist seit 2020 Katars größter Handelspartner. Diese Beziehungen sollen weiter ausgebaut werden. Laut einem Bericht der China Daily erklärte Li gegenüber Scheich Mohammed, dass China weitere katarische Investitionen in China begrüße, und versprach größere Investitionen chinesischer Unternehmen in Katar, während Scheich Mohammed Li mitteilte, dass Katar „bereit ist, mit China zusammenzuarbeiten, um den Austausch auf allen Ebenen auszuweiten und die praktische Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Spitzentechnologien sowie fortschrittliche Fertigung zu vertiefen, um gemeinsam das nächste goldene Jahrzehnt der bilateralen Beziehungen einzuläuten“.

Quelle: eirna.de

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