Kernenergie: Stimmen der Vernunft

28.04.2011
Kernenergie: Stimmen der Vernunft admin 28.04.2011

Thomas Klinger, der Leiter des deutschen Kernfusionsprojekts in Greifswald, wies die laufenden Versuche von SPD und Grünen, zusammen mit der Kernspaltung auch gleich die Forschung an der Kernfusion mitzubegraben, zurück:  "Wenn wir jetzt nicht forschen, kann es sein, dass uns die Ergebnisse fehlen, wenn wir sie in dreißig, vierzig Jahren dringend brauchen," sagte er gegenüber dem ZDF. Schließlich klaffe die Schere zwischen ansteigendem Lebensstandard, der endgültigen Erschöpfung der fossilen Brennstoffe und dem Energiehunger der Industrienationen immer weiter auseinander. "Ich weiß nur eines: Alle einfachen Rezepte für eine Energiewende sind falsch. Das wird ein höchst komplexer Übergang. Und dazu kann Kernfusion ihren Beitrag leisten."

Auch der bekannte Reutlinger Mediziner und Diplom-Biologe Dr. Rudolf Seuffer wehrt sich gegen die grüne Angstmache und erklärte in Interviews u.a. im Reutlinger Generalanzeiger: "Wir brauchen weiterhin die Kernkraft". Seuffers Labor maß nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl vor 25 Jahren die Radioaktivität in Lebensmitteln wie Milch, Salat, Gemüse, Fleisch, Fisch, Pilze, Früchte, Nüsse, Honig. Seuffer warnt vor einer schweren Fehlentscheidung wie derjenigen, mit der in Deutschland damals in  der allgemeinen Panik nach Tschernobyl der Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop stillgelegt wurde. Außer beim HTR liege die Zukunft bei der "Kernfusion, bei der keine Radioaktivität entsteht."

Seuffer ist nicht nur für den weiteren Betrieb der bestehenden Reaktoren, sondern auch für den Neubau: "Ich bin dafür, dass man neue Atomkraftwerke baut in Deutschland, und zwar möglichst schnell Thorium-Reaktoren, die Energie, aber kein radioaktives Plutonium produzieren." Das »wesentlich weniger gefährliche Element« Thorium gebe es in Massen, etwa in Südindien, und der in Thoriumreaktoren erzeugte Abfall strahle weniger lang. Was die tatsächlichen Opferzahlen der Tschernobyl-Katastrophe betrifft, zitiert Seuffer Angaben der UNO, laut denen es 56 Tote direkt am Reaktor gab (Kraftwerkspersonal und Rettungskräfte) und im weiteren 6 000 Menschen registriert wurden, die an Schilddrüsenkrebs erkrankten.

So tragisch auch diese Opfer sind, diese Angaben widersprechen völlig den grünen Horrorgeschichten von angeblich hunderttausenden oder gar Millionen von "Atomopfern". Der einzige Zweck dieser Greuelgeschichten: Die Bevölkerung so zu verängstigen, daß sie "freiwillig"  die Grundlage zerstört, auf der die Zukunft der Zivilisation beruht. 

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