(LPAC) – Obwohl die Präsidenten Bush und Putin während ihres Gipfeltreffens in Kennebunkport (US-Staat Maine) im Juli 2007 den Grundstein für ein Abkommen für die amerikanisch-russische Zusammenarbeit im zivilen Nuklearenergiesektor gelegt haben, ist dieses Abkommen bislang noch nicht unterzeichnet worden und könnte sogar sabotiert werden.
Laut einer russischen Quelle, die in die Verhandlungen involviert war, habe Washington entschieden, den "123"-Kooperationsvertrag, wie er genannt wird, an Bedingungen für die Russen bezüglich ihrer Politik gegenüber Iran zu knüpfen – was bedeutet, daß Russland gedrängt werden soll, weitere UN-Sanktionen und weitere Strafmaßnahmen, zu unterstützen.
Seit Jahren versucht der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, bisher erfolglos, Russland zu bewegen, den Vertrag zur Fertigstellung des Bushehr Kernreaktors im Iran zu kündigen. Als die beiden Staatschefs im vergangenen Juli ihre Zustimmung für ein Abkommen gaben, ließ die Bush-Regierung verlautbaren, daß Bushehr einer Zusammenarbeit nicht im Wege stünde. Ob die USA ihre Unterschrift unter ein Abkommen über die zivile Nutzung der Kernkraft setzen, hängt nun offenbar doch davon ab, ob Russland Maßnahmen gegen Irans Urananreicherung und mögliche weitere Aktivitäten im kerntechnischen Bereich unternimmt.
Und der amerikanische Kongreß, der im Anschluß an die Unterzeichnung 90 Tage Zeit hat, das Abkommen noch zu kippen, hat kürzlich den Iran Counter-Proliferation Act verabschiedet, ein Gesetz, das jegliche Zusammenarbeit mit Russland verbietet, solange Russland im Bereich der Kernkraft mit Iran kooperiert.