Kernenergie weltweit auf dem Vormarsch

22.12.2008
Kernenergie weltweit auf dem Vormarsch admin 22.12.2008

Die Problematik falscher Grundannahmen bezüglich einer  postindustriellen Gesellschaft gepaart mit grünem Pessimismus hält sich in Deutschland ziemlich hartnäckig. Diese Ideologie erinnert sehr an die malaiische Affenfalle: je inbrünstiger wir an dem Wahn  festhalten, um so näher kommen wir unserem Ende.


Die Problematik falscher Grundannahmen bezüglich einer  postindustriellen Gesellschaft gepaart mit grünem Pessimismus hält sich in Deutschland ziemlich hartnäckig. Diese Ideologie erinnert sehr an die malaiische Affenfalle: je inbrünstiger wir an dem Wahn  festhalten, um so näher kommen wir unserem Ende.

Der Glaube, daß Geld einen immanenten Wert besitze, und das unverrückbare Festhalten an den Maximen der Globalisierung führen zu einer ziemlich belanglosen Debatte, ob sich die Welt eher mit Steuersenkungen oder mit Einkaufsgutscheinen aus der Krise herauskonsumieren kann. Dabei sollte man doch besonders von den Jahren des Wiederaufbaus in Deutschland gelernt haben, daß man sich aus einer Wirtschaftskrise nur durch Aufbau einer modernen Infrastruktur herausarbeiten kann. Bezüglich der Energieversorgung ist man in Deutschland in eine Sackgasse geraten, in der übereifrige Ideologen auch noch ein Einbahnstraßenschild aufgestellt haben. Der Blick nach Asien läßt da schon eher Hoffnung aufkommen.

Die südkoreanische Regierung gab am 17. Dezember bekannt, die Entwicklung eines eigenen Kernreaktors zu beschleunigen. Zwar hat Südkorea seit 1977 Kernkraftwerke in Betrieb, jedoch sind diese 20 Reaktoren allesamt von amerikanischen Firmen lizenziert. Die erste eigenständige Entwicklung eines „fortgeschrittenen Kernreaktors" (APR), eine Weiterentwicklung der heute üblichen 3.Generation von Reaktortypen, soll bereits 2012 fertiggestellt sein, drei Jahre früher als geplant. Derzeit werden 36 Prozent des südkoreanischen Energieverbrauchs mit Kernenergie abgedeckt, bis 2016 sollen acht weitere Reaktoren ans Netz gehen und bis 2030 dann noch weitere zehn. In Deutschland werden 20 Prozent der Energieversorgung durch Kernkraft erzeugt, geplante neue Reaktoren: Null!

Südkorea beschränkt sich aber nicht nur auf die Kernspaltungstechnologie. Laut einer Meldung des Bildungs-, Wissenschafts- und Technologieministeriums vom 18. Dezember wird man zusammen mit Japan verstärkt auch an der Kernfusion forschen. Beide Länder sind Mitglieder des ITER-Forschungsprojekts, welches zwar in Frankreich betrieben, aber insgesamt von den asiatischen Ländern, Japan, China, Indien und Südkorea dominiert wird.

Auch die türkische Atomenergiebehörde (TAEK) gab bekannt, daß demnächst ein erstes Kernkraftwerk  mit Hilfe Rußlands gebaut werden soll. Die Pläne für den Bau einer 4 Gigawattanlage sollen durch die Zusammenarbeit der TAEK mit einem russisch geführten Konsortium realisiert werden. Der Neubau wird den modernsten technologischen Ansprüchen genügen und den Sicherheitsvorschriften der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) entsprechen.

Davon können wir in Deutschland nur träumen. Wenn wir nicht bald von unserer  Mittelmäßigkeit abkommen, werden wir vielleicht in Zukunft von diesen Ländern Entwicklungshilfe erhalten müssen, um zu überleben.

Scroll to Top