Die Opposition im australischen Parlament hat sich der Forderung der britischen Queen vom 27. November, die sie an die Mitgliedsstaaten des Commonwealth gerichtet hat, sofortige Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, widersetzt. Nachdem das drakonische Emissions Trading Scheme (ETS) vom Unterhaus des Parlaments verabschiedet worden war, wurde es gestern im Senat durch die Nein-Stimmen der Liberal Party 41-33 abgeschmettert. Das war ein Schock für die politische Szene des Landes und der Welt.
Der Hintergrund dieser Kehrtwende in der australischen Politik ist höchst interessant. Die Liberalen standen traditionell der britischen Monarchie nahe. Nachdem deren bisheriger Anführer Malcolm Turnbull sich für das ETS-Gesetz eingesetzt hatte, jedoch die Stimmung im Land nach Umfragen und Wählerzuschriften an Abgeordnete sich dagegen wandte, führte die Spaltung innerhalb der Liberal Party gestern zu einer Abstimmung, bei der Turnbull abgewählt und Tony Abbott an dessen Stelle gewählt wurde.
Der australische Premierminister Kevin Rudd, der dem ehemaligen US-Vizepräsidenten und Klimaschwindler Al Gore sowie der britischen Krone nahesteht, hat sich seit Amtsantritt weltweit dafür eingesetzt, die mörderischen Maßnahmen gegen den angeblichen Klimawandel zu befördern. Rudd soll darauf gedrängt haben, ein CO2-Emissionsgesetz, das die Ausstöße von CO2 deckeln und den Handel mit Emissionsrechten einführen sollte, noch vor Beginn des internationalen Klimagipfels in Kopenhagen am 7. Dezember durchzubringen.
Wegen den außerordentlichen Möglichkeiten der wissenschaftlichen und realwirtschaftlichen Entwicklung Australiens – besonders aufgrund der großen Thorium- und Uranvorkommen, die für weltweite Nutzung der Nuklearenergie notwendig sind – hat der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche auf das Potential hingewiesen, daß Australien mit dem Britischen Empire brechen kann und sich stattdessen an einer Weltperspektive beteiligt, die sich am Aufbau des asiatisch-pazifischen Raums orientiert.