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Korea: Trumps historischer Schritt bringt "Singapur-Geist" in die Weltpolitik zurück

Helga Zepp-LaRouche betonte in ihrem Webcast am 1. Juli, daß das überraschende Treffen zwischen Präsident Trump und dem nordkoreanischen Staatsführer Kim Jong-un in der Entmilitarisierten Zone Koreas den „Geist des Singapur-Treffens“ vom letzten Jahr wiederbelebt habe: Gleichzeitig zeige es das Potential für positive Entwicklungen, wenn Präsidenten wichtiger Nationen gemeinsam handeln. Das Treffen, das nach Gesprächen zwischen Trump, Putin, Xi, Abe und Moon am Rande des G20-Gipfels zustande kam, zeige außerdem, wie erfolgreich Politik auf Ebene der Präsidenten sein kann. Trump hat mit dem Kim-Treffen die anglophilen neokonservativen Kriegsfalken in seiner eigenen Administration ausmanövriert, und, wie die grotesk feindseligen Reaktionen der Demokraten zeigen, auch diese.

Präsident Trump hat mit seiner historischen Initiative die Kriegstreiberei und Sabotagepolitik seiner Neocon-Berater wie John Bolton in diesem Fall ausflankiert und neue effektive Handlungsoptionen eröffnet, die den Weltfrieden stärken können.  Nach dem Gespräch mit Kim sagte Trump, in zwei bis drei Wochen würden Verhandlungsteams aus den USA und Nordkorea mit Treffen zu Pjöngjangs Atomprogramm beginnen. Kim seinerseits erklärte, er habe Trumps Angebot, sich in der DMZ zu treffen, aufgrund ihres „ausgezeichneten Verhältnisses“ und der Bedeutung eines solchen Treffens an der Grenze angenommen. Später fügte er hinzu, er wolle sich von der „feindlichen Vergangenheit“ lösen und in Zukunft gute Beziehungen pflegen. Nordkoreas Staatsmedien berichteten ungewöhnlich positiv über das Ereignis, nannten es „historisch“, „eine erstaunliche Realität“ und wiesen auf die „großartige persönliche Chemie“ zwischen den beiden Staatschefs hin.

Der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Stephen Biegun, war seit Monaten diplomatisch aktiv und führte Gespräche zur Vorbereitung des Treffens in der DMZ. Außerdem gab es in den letzten Wochen eine intensive Diplomatie: nachdem Präsident Putin Kim Ende April in Wladiwostok zum ersten Mal empfangen hatte, stattete Chinas Präsident Xi Jinping  Pjöngjang vom 20.-21.6. einen Staatsbesuch ab, um über den Abbau der Kernwaffen zu diskutieren, und darauf folgte ein freundschaftlicher Briefwechsel zwischen Trump und Kim. Am Abend vor dem G20-Gipfel hatte Moon in Osaka ein Abendessen mit Xi, der ihn über sein Treffen mit Kim informierte. Schließlich hatten Putin und Moon auch ein bilaterales Treffen am Rande des G20-Gipfels.