Nachdem Kosovo, wie erwartet, am 17. Februar seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt hatte, erklärte der amerikanische Staatsmann Lyndon LaRouche, Kosovo hätte sich damit eher zu "einer Kolonie Großbritanniens" erklärt, als unabhängig zu werden. Das Foreign Office in London hatte wiederholt verlauten lassen, daß der vorherige Zustand Kosovos "unhaltbar" gewesen sei und den Schritt als wichtige Entwicklung bezeichnet.
LaRouche betonte weiter, daß Kosovo effektiv zu einer Verwaltungseinheit der EU geworden sei. Die EU wird nun die Aufsicht in Kosovo übernehmen und die Rolle der UN übernehmen – der EU-Verwalter kann sogar die Gesetzgebung effektiv ablehnen. Will eine europäische Nation heute ihre Souveränität beibehalten, wird sie ihre Unabhängigkeit von der EU erklären müssen, sagte LaRouche. Er fügte hinzu, daß Rußland durch seine Politik anderen Ländern dazu die Chance gäbe.
Die EU beabsichtigt, ein Team von 2.000 "Verwaltungsexperten" nach Kosovo zu entsenden, die die bisherige Rolle des UN-Managements übernehmen sollen. Großbritannien hat 600 walisische Gardetruppen in Alarmbereitschaft versetzt, die laut Sprechern "jeden Moment" abflugbereit seien, um die Ordnung im Kosovo aufrecht zu erhalten.