Bei einer Podiumsdiskussion des Brookings Institutes in Washington über „Comparative effectiveness research“ , auf der die Obama-Regierung ihre geplante "Gesundheitsreform" gründet, brach der Streit über die mörderischen Konsequenzen einer solchen Herangehensweise offen aus. Mit sog. "vergleichender Effektivitätsforschung" soll festgelegt werden, welche Behandlung chronisch Kranken überhaupt noch gewährt wird, und welche ausgeschlossen wird. Vorreiter dabei ist Großbritanniens National Institute for Healthcare and Clinical Excellence (NICE). Alle vier Sitzungen wurden vom Hauptguru dieser Kampagne eingeleitet, nämlich Peter Orszag, der Präsident Obamas Büro für Management und Budgetfragen leitet.
„,Comparative effectiveness research‘ ist keine harmlose, unblutige Sportart, “sagte Dr. Sean Ellis vom Mountainview Medical Institute in der Diskussion. „Sie diskutieren das alles als „bessere Informationen für Arzt und Patienten“. Aber sagen Sie doch die Wahrheit: Sie werden die Bezahlung von Behandlungen verweigern, von der eine Regierungskörperschaft behauptet, sie habe sich als nicht effektiv bewiesen, auch wenn Arzt und Patient das ganz anders sehen. Das ist der blutige Teil und Sie sollten das offen zugeben.“
Bezeichnenderweise reagierte Carol Clancy von der Regierungsagentur für "Healthcare Research and Quality (AHRQ)" sofort darauf und gab zu, dass entgegen den bisherigen Regulierungen des staatlichen Medicare-Systems in Zukunft der Beweis für die Effizienz einer Behandlung beim Arzt liegen werde. Dieser müsse den Erfolg den Krankenkassen nachweisen oder die Behandlungsmethode werde nicht mehr bezahlt. AHRQ ist das staatliche Amt für medizinische Qualitätssicherung der USA.