Daß die russische Führung weiß, was bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran auf dem Spiel steht, wurde bereits aus den Stellungnahmen führender Politiker vor der Veröffentlichung des IAEA-Berichtes deutlich:
Daß die russische Führung weiß, was bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran auf dem Spiel steht, wurde bereits aus den Stellungnahmen führender Politiker vor der Veröffentlichung des IAEA-Berichtes deutlich:
Vor dem Treffen mit Bundespräsident Wulff gestern in Berlin warnte der russische Präsident Medwedew bei einer kurzen Pressekonferenz „vor ernsten Konsequenzen“ der Kriegsrhetorik und einem „großen Krieg“. Medwedew sagte: „Wir sind uns darüber im klaren, daß die Emotionen im Nahen Osten hochkochen, da der Friedensprozess in einer Sackgasse steckt und es keine Fortschritte gibt. Aber militärische Rhetorik könnte ernste Konsequenzen haben und bis zum Konflikt führen.“ Er rief die Führer des Nahen Ostens dazu auf, „durchzuatmen, sich zu beruhigen und konstruktive Diskussionen über die Themen fortzuführen, die auf der Tagesordnung stehen, anstelle mit Militärschlägen zu drohen. Das könnte als ein großer Krieg enden, einer Katastrophe für den Nahen Osten.“
Tags zuvor hatte der russische Außenminister Lawrow sich in Moskau geäußert und einen israelischen Militärschlag gegen Iran als „ernsten Fehler“ bezeichnet, der „unvorhersehbare Konsequenzen“ nach sich zöge. Die Krise könne nur gelöst werden, indem die Prinzipien der UN-Charta angewendet würden. „Die UN-Charta sieht den Einsatz von Gewalt nur in zwei Fällen vor: entweder zur Selbstverteidigung, wenn man selbst angegriffen wird, oder durch die Autorisierung des UN-Sicherheitsrates. In diesem Fall liegt kein Anzeichen vor, daß eine dieser beiden Bedingungen erfüllt wären und ich hoffe, daß das so bleibt.“ Lawrow betonte auch, daß die Kriege im Irak und Afghanistan nur zu größerem Elend geführt hätten und verlangte eine Rückkehr zu Gesprächen auf UN-Sicherheitsratsebene, an denen auch Deutschland teilnimmt. Er wies darauf hin, daß Rußland „seit mehr als einem Jahr spezifische, konstruktive Vorschläge angeboten hat, um aus der gegenwärtigen Sackgasse herauszukommen.“ Die russischen Vorschläge blieben weiter auf dem Verhandlungstisch. Er hoffe, daß „es zu keinen Handlungen kommt, die, gezielt oder nicht, die Chancen zerstören, die noch existieren.“
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrates der Russischen Parlaments (Duma), Mikhail Margelov, der jüngst von der russischen Regierung als Sonderbotschafter nach Libyen geschickt worden war, rief auf eine Frage von Lyndon LaRouches Nachrichtenagentur EIR in Washington die USA zur Ruhe bezüglich Iran auf. Er erläuterte, daß der Iran eine positive Rolle bei der Lösung einiger Probleme Rußlands gespielt hatte, zum Beispiel in der Verbesserung des Verhältnisses mit Armenien. Bei allen Schwierigkeiten sei der Iran, besonders nach Bushs Irakkrieg, schließlich ein „wichtiger Faktor“ in der Region geworden.
Die völlig unverantwortliche Instrumentalisierung führender westlicher Politiker des gerade veröffentlichten IAEA-Berichtes, in dem im übrigen gar keine Fakten über das angeblich hochgefährliche iranische Atomwaffenprogramm zu finden sind, ist also nur ein weiterer Beweis dafür, daß es gar nicht um den Iran geht, sondern um den Countdown des bankrotten Britischen Finanzempire zum großen Krieg gegen Russland und China. Das sind diejenigen Nationen, die an einer Wachstumsdynamik, an großen Projekten und einer Zukunftsperspektive für die Bevölkerung arbeiten, wie sich gerade wieder beim SCO-Treffen in St. Petersburg zeigte – ganz im Gegensatz zum Chaos des bankrotten transatlantischen Systems.
Wer kann jetzt – bei klarem Kopf – ein Interesse daran haben, in einer Lage, in der die Weltlage durch den Kollaps des Finanz- und Eurosystems ohnehin extrem angespannt ist, diese noch zusätzlich zu verschärfen? Eine Explosion des Ölpreises als Folge eines Angriffs auf den Iran wäre da, angesichts der Gefahr eines Nuklearkrieges – ja noch ein vernachlässigbarer Faktor! Diese Politik des Säbelrasselns bedeutet in der Konsequenz nur eins: „verbrannte Erde“ und massive Bevölkerungsreduktion durch Krieg. Das ist offenbar genau die Absicht der bankrotten Finanzoligarchie, die schon bei der erzwungenen „Rettung“ des Finanzsystems jeden Tag aufs neue beweist, daß sie keinerlei Skrupel hat, im großen Maßstab durch brutalste Sparpolitik ganzen Nationen die zukünftige Existenzgrundlage zu zerstören, nur um selbst an der Macht zu bleiben.
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