Krise der Autoindustrie verschärft sich

01.08.2026
Krise der Autoindustrie verschärft sich klaus 01.08.2026

Der deutsche Automobilkonzern BMW meldet für das zweite Quartal einen Beschäftigungsrückgang von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei der Absatz im Automobilbereich sogar um 60 Prozent zurückging. Der einzige Geschäftsbereich, der einen Nettogewinn erzielte, war der Finanzdienstleistungszweig des Unternehmens. Die Allzweck-„Lösung“ des Managements besteht darin, die Belegschaft um 5.000 Mitarbeiter zu reduzieren.

Die deutsche Wirtschaftszeitung Wirtschaftswoche schreibt, dass die offiziellen Zahlen zu den Arbeitsplatzverlusten nur einen Teil des Gesamtbildes widerspiegeln, da Mitarbeiter, die aufgrund von Pensionierung oder aus anderen Gründen ausscheiden, nicht ersetzt werden. Dies ist zumindest seit 2019 ein Trend, doch Pensionierungen schlagen sich nicht in den offiziellen Arbeitslosenstatistiken nieder. Insgesamt sind in der Automobilbranche heute 13 Prozent weniger Menschen beschäftigt als im Jahr 2019. Derzeit liegt die Zahl der Beschäftigten bei etwa 700.000.

Das Unternehmen VARTA, ein führender Hersteller von Batterien für Autos, Industrie und Haushalt in Deutschland, hat für die Unternehmenszentrale und drei Tochtergesellschaften Insolvenz angemeldet. Ursache für die Insolvenz ist offenbar ein drastischer Einbruch der Batterieverkäufe für Elektroautos. Nach einer finanziellen Umstrukturierung vor zwei Jahren befinden sich 50 Prozent der VARTA-Anteile im Besitz von Porsche. Porsche verzeichnet einige der größten Verluste beim Verkauf von Elektroautos. Die Zukunft von 2.300 Arbeitsplätzen steht auf dem Spiel.

Quelle: eirna.de

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