LA Times: Justizministerium eröffnet Untersuchung im Fall BAE

15.06.2007
LA Times: Justizministerium eröffnet Untersuchung im Fall BAE admin 15.06.2007

Juni 15,2007 (LPAC) – Das US-Justizministerium hat eine vorläufige Untersuchung eingeleitet, um herauszufinden, ob die BAE (British Aerospace Company) Bestechungsgelder gezahlt hat um Verträge mit Saudi-Arabien, Chile oder anderen zu erzielen. Nach Angaben einiger namentlich nicht genannter Regierungsbeamter konzentriert sich die Untersuchung, die vom FBI durchgeführt wird, darauf, ob die BAE gegen das US-Auslandskorruptionsgesetz oder US-Geldwäschegesetz verstoßen hat. Viele der Zahlungen der BAE sind über US-Banken abgewickelt wurden, bemerkenswerterweise auch über die kürzlich geschlossene Riggs-Bank in Washington D.C.

Die Quellen der Los Angeles Times betonen, daß die Untersuchungen der Justizabteilung umfangreicher sind als anfänglich berichtet. „Es sind nicht nur Zahlungen, die nach Saudi-Arabien geflossen sind“, meinte einer der Beamten, sondern es würden auch mehrere Abkommen der BAE mit anderen Ländern überprüft.

  Von saudischer Seite wird nach Angaben aus Regierungskreisen vor allem Prinz Bandar bin Sultan, der frühere Botschafter von Saudi-Arabien in Washington, ins Visier genommen. Er ist andererseits bekannt als enger Freund von Dick Cheney.

 

Die Untersuchungen des Justizministeriums werden es dem US-Kongreß fast unmöglich machen, die vorgeschlagene Übernahme der Firma Armor Holdings, die Aufträge des US-Verteidigungsministerium hat, durch die BAE zu dulden. Die Londoner Times berichtete am 13. Juni, Vertreter von BAE hofften, daß die enge Beziehung zwischen Prinz Bandar und der Familie Bush ihnen eine eingehende Untersuchung ersparen würden.

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