Wird die LBBW durch die Übernahme der öffentlichen Bankenwesens zur zweitgrößten deutschen Bank?Quelle: LBBW (GNU-GFDL Lizenz)Die staatlichen Eigentümer der beiden größten
Landesbanken Deutschlands haben Gespräche begonnnen, die zu einem Zusammenschluß
und der Schaffung der zweitgrößten deutschen Bank führen könnten.
Die Ministerpräsidenten von Baden- Württemberg und
Bayern trafen sich letzte Woche um die jüngsten Umwälzungen im Bankensystem zu
besprechen, die von den riskanten Investitionsstrategien und den daraus
hervorgehenden Verlusten herrührten. Ein zusätzliches Problem ist das Wegfallen
der staatlichen Garantien, berichtete heute die Financial Times.
Im August hatte die Landesbank Baden-Württemberg
(LBBW) die SachsenLB gekauft. Wie die BüSo zu dem Zeitpunkt berichtete, hatte
die deutsche Finanzaufsicht BaFin einen 17,3 Milliarden Euro Kredit vom
Sparkassenverband organisiert, um die SachsenLB zu retten. Diese war durch die
Spekulationen ihres irischen Investitionsfonds Ormond Quay im US-Hypothekenmarkt
insolvent geworden. Die LBBW ist gleichzeitig der Hauptkandidat für den Kauf
der nordrhein-westphälischen WestLB.
Der baden-württembergische
Ministerpräsident Günther Öttinger sagte, dass die Landesregierung die Übernahme
der WestLB vor dem Kauf der BayernLB priorisiere. Die Landesregierung und der
regionale Sparkassenverband sind jeweils Anteilseigner der BayernLB. In
Baden-Württemberg besitzt das Land 35,6% und die Stadt Stuttgart 18,9% der Bank.
Die restlichen Anteile werden von regionalen Banken gehalten.
Es hat in den vergangenen
Monaten zahlreiche Warnungen gegeben, man müsse die Landesbanken retten, indem
man sie konsolidiere. Die Zusammenlegung all dieser Banken werde die zweitgrößte
Bank in Deutschland mit 900 Milliarden Euro Kapital erschaffen, schreibt die Financial Times.