Lyndon LaRouche unterstrich die Bedeutung des erfolgreichen amerikanisch-russischen Gipfeltreffens in Kennebunkport, Maine, bei dem der ehem. Präsident George H.W. Bush, seine Gattin Barbara, Präsident George W. Bush und Laura Bush mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seiner Gattin Ludmila Putina zusammenkamen. Bush, Sr. war von Beratern gut vorbereitet worden: die russische Seite schätzte sein Wissen um u.a. die wirtschaftliche Lage Rußlands sehr.
Zusätzlich kam es durch die Bereitschaft Bushs, die Vorschläge Putins anzuhören, zu einem unerwartet guten Ausgang in der Frage der Raketenabwehrsysteme, so berichteten Quellen in Washington, D.C. nach dem Gipfel. Sie berichten auch, daß Putins Vorschlag einen europaweiten Schild unter gemeinsamer Kontrolle von NATO und Rußland beinhalte. Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde er zu zukünftiger Zusammenarbeit ins nächste Jahrzehnt hinein führen.
LaRouche lobte auch die Rede des ehemligen Präsidenten Bill Clinton in Jalta, wo Clinton zur Kooperation bei einem Rakentenabwehrsystem zwischen Ost und West aufrief und insbesondere die strategische Verteidigungsinitiative Ronald Reagans von 1983 zitierte – die bekanntlich von LaRouche entwickelt worden war. Diese beiden Ereignisse – der positive Ausgang des Kennebunkport-Gipfels und Clintons Rede – sind strategisch von großer Bedeutung und reflektieren die kumulative Bedeutung LaRouches über die letzten Jahrzehnte beim Schmieden einer "Gemeinschaft von Nationen" als strategischer Perspektive der USA.
"Das habe ich am 21. Juni in Bewegung gesetzt", sagte LaRouche und verwies auf sein internationales Internetforum, das er am 21. Juni von Washington, D.C. aus gegeben hatte. (LaRouches Internetforum finden Sie hier.) Quellen in Washington warnten davor, daß Hardliner in Cheneys Umfeld heftig auf die Bush-Putin-Einigung reagieren werden. Ähnlich Reaktionen seien von demokratischen Hardlinern zu erwarten, die Rußland gegenüber feindselig sind.
LaRouche sagte mit Hinblick auf diese Gegenreaktionen, die Entwicklungen von Kennebunkport seien der Hintergrund für Bushs Kompromiß, die Strafe für Cheneys Mann, Scooter Libby, zu mildern. Clintons Öffnung gegenüber Rußland sei ein "Tritt in den Hintern" für Demokrat John Edwards. Edwards war Vizevorsitzender der Arbeitsgruppe im Council on Foreign Relations, die Rußland verteufelt hatte.