Nachdem Lyndon LaRouche am Montag den ganzen Tag über die verschiedenen Erscheinungen des Finanzkrachs des gesamten globalen Systems auf dem Laufenden gehalten wurde, kommentierte er: "Ich bin von dem, was heute geschieht, nicht beeindruckt. Warum? Weil es bereits geschehen ist: das System ist bereits kollabiert. Die in den Rechnungsbüchern der Banken ausstehenden Schulden können niemals bezahlt werden. Ängstliche Narren versuchen panisch, ihr Geld einzusammeln, aber sie müssen feststellen, daß das Geld gar nicht da ist. Und doch gibt es Narren, die protestieren: ‚Ich sehe es ist nicht. Beweisen Sie mir, daß das System schon kollabiert ist.’"
Man müsse die ‚Eckpunkte der Krise‘ betrachten – die beiden Extreme -, erläutertete LaRouche. Auf der einen Seite stehe der [url:“news/system-ist-am-ende-grosse-absturz-des-yen-carry-trade“]Yen Carry Trade[/url], auf der anderen die Zahlungsunfähigkeit. Für die Deckung der Übernahmen fehlt das Geld, weil es von Anfang an nie vorhanden war, um diese Übernahmen zu finanzieren. Es gab eine Geldflut, die durch Mechanismen wie dem Carry Trade in das System gepumpt wurde. Von Japan aus floß Geld fast zu Nullzinsraten nach Australien und Neuseeland und von dort weiter in die restliche Welt, wo es die spekulative Explosion der Hedgefonds, der privaten Equityfonds, usw. anheizte. Das gesamte System war von vornherein zum Zusammenbruch verurteilt, auch wenn der genaue Zeitpunkt dafür größtenteils subjektiv bestimmt war. Wann würde der Fähigkeit, nicht finanzierbare Schulden einzutreiben, zu Ende gehen? Solange keiner versucht, die Schulden einzutreiben, kann jeder so tun, als sei er nicht bankrott.
Das alles hat sich in letzter Zeit geändert. Der Yen Carry Trade ist eingebrochen, und nun kann man nur noch verzweifelt versuchen, die bereits ausgelösten Wirkungen so gering wie möglich zu halten. Die Niederlage der Regierung Abe bei den Wahlen zum japanischen Oberhaus am Sonntag ist bloß ein weiteres Signal, daß der ganze Debakel des Carry Trades vorbei ist. Das Geld ist einfach nicht mehr da, und jetzt ist [Shinzo] Abe am Ende.
Gestern hieß es in Deutschland, mit dem Kollaps der IKB [Deutsche Industriebank] wäre bloß "eine kleine Bank untergegangen", ohne jegliche systemische Folgen. Ach, wirklich? Wie lange wird diese Phantasiewelt andauern? Der Knall geschah bereits und die Trümmer fallen schon von oben herab. Nur weil einige noch nicht davon am Kopf getroffen wurden, bedeutet das nicht, daß es nicht Wirklichkeit ist. Man stehe nur lange genug am selben Platz, dann werde man schon reichlich abbekommen. Die Bedingungen hierfür auf der internationalen Bühne bestehen schon seit langem, und nun ist der Siedepunkt erreicht. Der Sturm ist gekommen. Aber wunschhafte Realitätsverleugnung ist zu diesem Zeitpunkt schlecht verkäufliche Ware. Das gegenwärtige System ist tot, und die einzige offene Frage ist, wann der Totengräber auftauchen wird.
Das System kracht, während der amerikanische Kongress sich mit Arbeiten beschäftigt, die für die Realität völlig irrelevant sind. Das muß sich sofort ändern. Die Abgeordneten dürfen die Stadt Washington in der Augustpause nicht verlassen, sonst werden Cheney und seine britischen Herren einen Krieg entfachen, in dessen Verlauf, bis sich der ganze Wirbel gelegt hat, 40 bis 80 Prozent der Menschheit umkommen würden. Die Geschwindigkeit des Zusammenbruchs wird sich von nun an beschleunigen – und zwar mit Vollgas.
Lyndon LaRouche kündigte in diesem Zusammenhang an, in der nächsten Zeit einen großen Teil seiner Zeit mit der Erstellung eines Wahlprogramms zu verbringen, damit die demokratische Partei in die Lage versetzt werde, das Notwendige zu tun. Das ist der Kontext für die sofortige Entfernung Dick Cheneys aus dem Amt. Jetzt, wo das System nicht mehr existiert, brauchen wir alle eine funktionierende Exekutive – und das bedeutet, daß Cheney verschwinden muß.