Die drei größten US Banken, Citigroup, JP Morgan Chase und Bank of Amerika, gaben am Montag unter Druck von Finanzminister Paulson bekannt, daß der „Master Liquidity Enhancement Conduit“ oder M-LEC immer seltsamer aussieht. Der stellv. Finanzminister Bob Kimmit ist auf einer Auslandstour, um Unterstützung von ausländischen Banken zu bekommen, doch bisher erbarmte sich kein Freiwilliger. Auf einem Treffen am Donnerstag in London sagten fast die Hälfte der anwesenden Bänker, daß die Initiative nichts bringen würde. In den USA hat bisher nur eine Bank, die Wachovia Bank, ihre Teilnahme zugesagt.
Von jeder der drei initiierenden Banken kamen am Donnerstag 15 leitenden Angestellte im Hauptquartier der Citigroup in New York zusammen, um eine zweiwöchige Verhandlungen über die noch ausstehenden Einzelheiten zu führen, die bei der Ankündigung des M-LEC letzten Montag noch unklar blieben.
Unterdessen begannen bankrotte SIVs, ihre Anlagen zu verschleudern – was der M-LEC verhindern sollte. Meldungen zufolge sollen drei bankrotte SIVs (Rhinebrigde, Tango and Cheyne) begonnen haben, 23 Milliarden $ an Anlagen abzustoßen, wobei die tatsächlich Gesammtsumme wahrscheinlich höher sein wird.
Lyndon LaRouche bewertete dies folgendermaßen: “Nun ist es bekannt, daß Finanzminister Paulson gar nicht wirklich weiß, was er da macht. Er wurde mit heruntergelassenen Hosen, oder etwas anderem heruntergelassenen erwischt, in dem Sinn, daß er etwas tat, bevor er üpberhaupt in der Lage war, zu erklären, was er da macht. Und sie können es immer noch nicht erklären.
„Es hört sich an, als ob ihnen ein Befehl wie ‚gehorche, sonst…!´ gegeben wurde. Und daher handelten sie wie unter einem Gebot, ohne eine eigene willentliche Entscheidung. Und sie wurden erwischt. Und sie wurden betrogen, denn die Idioten, die die Anweisung gaben, wußten nicht was sie tun – aber waren höllisch verzweifelt.
In einem Interview, das am Freitag in Emerging Markets publiziert wurde, sagte ehem. Fed-Chef Alan Greenspan über den M-LEC: „Es ist für mich nicht klar, ob das Ergebnis die Risiken übersteigt.“
LaRouche: „Ich denke, das ist was ich annahm von Leuten, die nicht wirklich offen sind und lieber seltsame Dinge sagen, statt wirklich offen zu sein. Einige Leute sagen es, andere nicht, aber die, die es nicht sagen, sagen es, indem sie es nicht sagen.
Da war irgendetwas ziemlich faul an der Sache, die unter Paulsons Namen oder von ihm selbst getan wurde. Die ganze Sache stinkt bis zum Himmel. Und all diese Erklärungen spornen mich an, zu sagen: `Wer zieht hier wen über den Tisch?´“
LaRouche schloß: „Ich denke die ganze Sache ist ein Schwindel. Es ist alles ein Riesenschwindel, und das das von jemand ganz Verrücktem kommt, der die Macht hat, Leuten zu sagen, sie sollen niederknien. Ich könnte Paulson nicht für so dumm halten.“