LaRouche: Einen neuen Balkankrieg kann man nur ohne Holbrooke verhindern

20.01.2008
LaRouche: Einen neuen Balkankrieg kann man nur ohne Holbrooke verhindern admin 20.01.2008

Als Lyndon LaRouche bei seiner jüngsten Interkonferenz am 17. Januar von einem ehemaligen Direktor des ‚Kongress für die
Einheit Serbiens‘  gefragt wurde, wie man die
wachsende Gefahr eines neuen Balkankrieges verhindern könne, antwortete er: „Meine erste Empfehlung ist, [den ehemaligen Botschafter der USA in
Deutschland und bei der UN] Richard Holbrooke aus der Sache raus zu halten, und alle Leute seines Schlages. Denn diese Leute beabsichtigen, den Krieg herbeizuführen! Sie wollen den Krieg nicht führen, aber sie
haben vor, ihn zu beginnen."

Er entwickelte daraufhin die Geschichte des Scheiterns
US-amerikanischer Politik im Balkan als einen Auswuchs britischer imperialer
Politik in der Region. „Zu allererst hatte man Madeleine Albright, die nicht so
wirklich helle ist ("Halfbright"). Während sie Außenministerin war, sprach sie, ich glaube, in New York City, zu Ehren der H. G. Wells Gesellschaft, deren
Mitglied sie, ebenso wie auch ihr Vater ist. Dieser wiederum war der Lehrer unserer
gegenwärtigen Außenministerin Condoleeza Rice. Die andere Schlüsselfigur,
die man sich in diesem Zusammenhang genau ansehen muß, ist Richard Holbrooke.
Er spielte eine Schlüsselrolle bei dem Desaster der früheren kriegerischen Auseinandersetzungen im Balkan." 

"Dann muß man zurückblicken zur  Politik des Habsburgerreiches und dem Erbe,
welches die Briten übernahmen. Die Geschichte dieses ganzen Geschehens ist
wie ein Kampfplatz, dessen wichtige Geschehnisse von außen gesteuert werden. Man muß die Realität von diesem Standpunkt betrachten und damit die Aufmerksamkeit etwas von dem Punkt, den Sie machten, verlagern. Die Briten kämpfen nämlich selten ihre eigenen Kriege. Sie schaffen es, dass andere
sich gegenseitig bekämpfen, wie dies im Siebenjährigen Krieg der Fall war und den zwei Weltkriegen im zwanzigsten Jahrhundert. Auch der Konflikt mit der Sowjetunion wurde auf diese Weise orchestriert 

Die Briten treiben in Südwestasien noch heute dasselbe Spiel wie zur Zeit des Sykes-Picot-Abkommens in der
Region, sie steuern ganze Fraktionen religiöser Bewegungen und andere Kreise. Und jetzt, wo sie erneut versuchen, einen Krieg mit Rußland anzuzetteln,  greifen sie zurück auf das Vermächtnis von 1912, und beginnen einen Balkankrieg. Immer und immer wieder dasselbe! Imperien herrschen, indem sie Konflikte in Gang setzen und steuern. Die Lösung, der ‚Geniestreich‘ liegt darin, dem Empire zuvorzukommen und solche Konflikte zu vermeiden, sie gar nicht erst ausbrechen zu lassen. Denn wenn sie erst einmal
begonnen haben, lassen sie sich kaum wieder stoppen."

"Die Briten wollen Krieg mit Rußland, oder vielmehr wollen
sie, dass die USA gegen Rußland in den Krieg zieht, " sagte LaRouche. „Und die
andere Grundwahrheit der Situation ist, daß niemand von den Menschen der
Region wirklich ein Interesse daran hat, sich gegenseitig zu töten. Absolut gar keins!
Wir brauchen ein Abkommen im Geiste des Westfälischen Friedens für
die gesamte Region dort. Dieses Abkommen sollte von den relevanten Mächten vorgestellt und unterstützt werden."

"Meine Hoffnung ist, daß Rußland dabei eine wichtige
Rolle spielen könnte, sofern man ihnen die Möglichkeit dazu einräumt. Dabei ist
wichtig zu beachten, daß Westeuropa im Augenblick nicht funktionsfähig ist. Es
gibt in Westeuropa keine Regierungen, nur eine Maastricht-Regierung. Es ist wie beim Turmbau zu Babel… Darum spielt Rußland solch eine
bedeutende Rolle, und ich hoffe auf die Hilfe der USA. Eine
Sache darf man bei der Diskussion nicht vergessen: wie schlimm unser Präsident
und einige andere in unseren Institutionen im Augenblick auch sein mögen, gibt
es in diesen Institutionen doch ganze Reihe von Personen mit Kriegs- oder ähnlichen Erfahrungen, die im wesentlichen Patrioten sind. Zu diesen habe ich Verbindung. Sie machen
sich Sorgen um unser Land, um seine Verantwortung. Sie denken über die Zukunft unseres Planeten nach, wie es die Besten unter uns immer
getan haben. Wir kümmern uns um diese Fragen und haben einigen Einfluß. Diese Leute sind bisher das Haupthinderniß
für den armen durchgeknallten Präsidenten gewesen, uns in einen neuen Krieg mit
dem Iran zu stürzen. Es gibt keine Garantie, aber bisher hat es geklappt.
Darum muß man erkennen, daß es Kräfte innerhalb der USA  mit dem nötigen Verstand gibt,  sich um eine solche Situation auf dem
Balkan und anderswo zu kümmern, als Vermittler den Dialog mit Rußland und anderen Staaten in der Region zu suchen, damit klar wird, daß es eine Lösung gibt, ohne weiter zu töten. Darin liegt unsere beste
Chance."

"An diesem Punkt muß man zu der Frage des
Wiederaufbaus der Region kommen. Man sehe sich all die schönen Flüsse und
Berge an! Dort gibt es enormes Entwicklungspotential, in der Landwirtschaft und anderen Bereichen! Warum kann die Entwicklung
der Region nicht der einigende Faktor zur Zusammenarbeit sein? Man lasse einige
Generationen friedlich aufbauen und die Probleme lösen. So geht man da heran."

 

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