Die entscheidende Frage bei den Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis nach der Gaza-Invasion sei, so der amerikanische Politiker Lyndon LaRouche in einer Diskussion am 16.2., ob der führende Palästinenser Marwan Barghouti aus der Gefangenschaft entlassen und ob er, einmal in Freiheit, am Leben bleiben werde.
LaRouche sagte, er glaube seit langem, daß man mit der Freilassung und respektvollen Behandlung Barghoutis, der seit 2002 in einem israelischen Gefängnis sitzt, "einen Schritt weiter wäre, um eine Verhandlungslösung für einige der Probleme im Nahen Osten zu finden. Die einzige Hoffnung für Israel hängt von Israels Bereitschaft ab, mit arabischen Interessen, die von Barghouti verkörpert werden, zu verhandeln.“
Barghouti könne als Verhandlungspartner der Israelis eine entscheidende Rolle dabei spielen, Krieg und Blutvergießen zu beenden, besonders da er als Gefangener eine verbindende Rolle für viele hätte. Über die Freilassung Barghoutis, der 2007 mit Mitgefangenen das Abkommen zwischen PLO und Hamas zustandebrachte und der für 1500 Palästinensern in israelischen Gefängnissen einschließlich 40 gewählten Abgeordneten verhandelt, finden seit Monaten Gespräche in Ägypten statt, besonders seit dem Waffenstillstand vom 18./19. Januar. Allerdings wurden diese Verhandlungen nie abgeschlossen.
Und der israelische Premierminister Ehud Olmert verkündete am Sonntag, die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit sei die Voraussetzung für irgendeine Vereinbarung über die Öffnung der Grenzen nach Gaza oder die Freilassung von Palästinensern aus den Gefängnissen. Es wird also wesentlich auf die politische Haltung der USA ankommen, ob ein Fortschritt erreicht werden kann.