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LaRouche ruft zu direktem Dialog mit nordkoreanischer Führung auf

Der amerikanische Staatsmann Lyndon LaRouche rief die Regierung Barack Obamas erneut dazu
auf, einer unnötigen Konfrontation in Nordostasien mit diplomatischen Mitteln entgegenzutreten. Nordkorea sei in einer Phase des Führungswechsels und das Land werde zusätzlich
von Hungersnot und anderen wirtschaftlichen Katastrophen geplagt.

Man müsse Nordkorea dazu bringen, sich zu öffnen, und die U.S.A. sollten erst einmal herausfinden, was dort los sei:
"Ein hoher Gesandter des Präsidenten sollte nach Pyongyang gehen und sich mit der obersten Führung treffen.
Fragt sie: 'Was ist euer Problem? Vielleicht können wir helfen.' Kurzum, wir müssen wirkliche Diplomatie
betreiben." erklärte LaRouche.

"In der Diplomatie geht es vor allem darum, die andere Seite zu bewegen, einem zu sagen,
was sie will. Das ist besonders wichtig, wenn es um die Beziehung zwischen einer Großmacht und
einem schwächeren Land geht. Oftmals zielt das aggressive Verhalten einer schwächeren Macht darauf
ab, Hilfe bei einem Problem zu bekommen. Also ist der Schlüssel zu guter Diplomatie, großzügig zu sein.
Das wird uns längerfristig weiterbringen."

[i]Kurzfristiger Profit statt Entwicklung
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LaRouche erklärte dann weiter, was sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion als das wahre, globale Problem
herausgestellt habe: "Unter dem System der Globalisierung wurden die meisten Regierungen der Welt, einschließlich der Regierung Rußlands, so besessen davon, Geld - also Profit - zu machen, daß sie nicht in der Lage sind, eine Politik umzusetzen, die die Produktivität ihrer Volkswirtschaften verbessert und die wirkliche Entwicklung ihrer Länder ermöglicht hätte. In Rußland - um nur ein Beispiel zu nennen - setzt man wegen des finanziellen Gewinns vorrangig auf den Abbau und den Export von Rohstoffen, besonders von Öl und Gas. Es gibt keine Investitionen in die Infrastruktur, die High-Tech-Industrien  und in wissenschaftliche Ausbildung. Die Welt ist von der britischen Adam-Smith-Ideologie ergriffen. Das ist die Sünde der Globalisierung. Entweder zerstört man die Globalisierung und stellt Produktivität und Entwicklung über kurzfristige Geldgewinne, oder die Zivilisation der Welt wird zerstört - und das sehr bald."

LaRouche kam zu dem Schluß, daß "die meisten heutigen Konflikte in der Welt von dieser Krankheit herrühren. Alle verhalten sich idiotisch. Warum nicht auf den wahren Feind konzentrieren: Arbeitslosigkeit und Hunger? Wenn wir damit anfangen und gleichzeitig unsere diplomatischen Bemühungen verstärken, können wir die Situation in Nordkorea relativ einfach entschärfen."