LaRouche zur Strauss-Kahn-Affäre und anderen Familienzwisten in der Finanzwelt

19.05.2011
LaRouche zur Strauss-Kahn-Affäre und anderen Familienzwisten in der Finanzwelt admin 19.05.2011

Von Lyndon LaRouche

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In der wöchentlichen LPAC-TV-Sendung ging Lyndon LaRouche auf den Fall Strauss-Kahn, den Kollaps des Finanzsystems und die Notwendigkeit für die sofortige Einführung des Trennbankensystems ein. Hier ein Auszug:

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Von Lyndon LaRouche

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In der wöchentlichen LPAC-TV-Sendung ging Lyndon LaRouche auf den Fall Strauss-Kahn, den Kollaps des Finanzsystems und die Notwendigkeit für die sofortige Einführung des Trennbankensystems ein. Hier ein Auszug:

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Wir haben einen Punkt erreicht, an dem das internationale Finanzsystem im Begriff ist zu kollabieren. Wenn Glass-Steagall [Trennbankengesetz] nicht sehr bald wieder Gesetz wird, werden sowohl die USA als auch die gesamte Welt kettenreaktionsartig zusammenbrechen. Das Weltsystem, insbesondere das transatlantische System ist hoffnungslos bankrott. Und wenn es unter den gegenwärtigen Bedingungen, den gegenwärtigen Regeln und unter dem Einfluß von Idioten wie Geithner und anderen weiter betrieben wird, wird es nicht überleben. So, jeder, der sich auskennt, weiß, daß das Schiff am Sinken ist, daß die Titanic sinkt. Aber irgendjemand sagt:"Ich habe meine Krawatte unten in der Kabine vergessen" oder etwas Ähnliches und das nächste, was man von dem Kerl hörte, war: "gluck, gluck, gluck". Jeder, der nur etwas verstanden hat, weiß, daß das internationale Geld- und Finanzsystem dabei ist, zu kollabieren. Und so gibt es Leute, die sagen: "Laßt mich noch schnell mein Gepäck holen, meine Wertsachen, oder sonst etwas, bevor wir das Schiff verlassen". Und dann – "gluck, gluck, gluck".

Andere Kreise in den USA und auch in Europa sagen: "Nein! Sei nicht so gierig. Versuche nicht die Dinge zu bergen und uns alle mit dem Schiff absaufen zu lassen". Es gibt also zwei Fraktionen in der Finanzwelt. Die einen fordern: "Laßt uns noch einen weiteren Bailout starten, bevor wir aussteigen, ich habe hier noch ein kleines Investment am laufen. Ich brauch noch dieses Rettungspaket. Ihr könnt mich doch jetzt nicht im Regen stehen lassen." Und die andere Fraktion antwortet: "Sei doch nicht so ein verdammter Idiot, wenn wir noch länger warten, werden wir alle gemeinsam untergehen."

Nur der Glass-Steagall Ansatz kann jetzt noch helfen: Nur wenn wir uns der wertlosen Schuldentitel entledigen, all der Billionen Dollar an Schulden, nicht nur von den Bailouts seit 2007/2008, sondern auch aus der Zeit davor. Das System auf beiden Seiten des Atlantiks ist voll von diesem finanziellen Giftmüll. Es kann nie und nimmer gerettet werden. Sie spekulieren zu immer höheren Kosten beim Versuch, die aufgelaufenen Forderungen zu retten. Und diese Schulden, sind zum großen Teil von einer Art, daß sie gar nicht bezahlt werden sollten.

Wie also unterscheidet man zwischen den zwei Arten? Auf der einen Seite jenen Zahlungsverpflichtungen, die reale Werte und Investitionen verkörpern – und auf der anderen Seite die spekulativen Ansprüche, wie von der Wall Street oder dem Finanzplatz London, die überhaupt keinen realen Wert darstellen. Die einzige Möglichkeit, die Volkswirtschaften auf beiden Seiten des Atlantiks zu retten, besteht darin, die wertlosen Schulden zu streichen. … Und wie streicht man die schlechten Schulden? Glass-Steagall! Das Trennbankensystem ist eine amerikanische Erfindung, aber Europa kann es ruhig kopieren. Ich gehe davon aus, daß wir es hier in Amerika zuerst wieder einführen müssen, weil wir die Werkzeuge, die rechtlichen Grundlagen zur Verfügung haben. Das fehlt in Europa. Aber Europa ist klug genug, zumindest einige Personen dort sind klug genug, die verstehen, daß wir auf diese Weise vorgehen müssen. Und sie werden dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgen, und wenn auch nur, um das eigene Hemd zu retten. Aber dann sind da noch die anderen, die jammern und schreien: "Nein, nein, ich habe noch diese ausstehenden Forderungen, ich werde Geld verlieren! Mein Gääääld!"

Nun, es ist kein Geld, es ist nur wertloses Geld. Und mit Glass-Steagall schieben wir die wertlosen Schuldtitel entweder zurück an die Banken, oder gleich in den Papierkorb und behalten nur solche, die mit legitimen wichtigen Investitionen in die Realwirtschaft zu tun haben. Diejenigen, die wir gestrichen haben, haben wir erst einmal nur als Zahlungsverpflichtung der Regierung gestrichen. Aber ohne Regierungsbürgschaft wird das meiste davon [als nicht eintreibbar] sterben. Wir werden also Billionen von Dollar nomineller Schulden auf diesem Planeten verschwinden lassen, weil es sich sowieso um illegitime Schulden handelt. Sie sind unbezahlbar. Und wenn wir uns nicht von diesen Schulden befreien, wird das System kollabieren und die ganze Welt in ein neues finsteres Zeitalter stürzen.

In England z.B. gibt es Leute, die jetzt verstehen, daß die Schulden gestrichen werden müssen. Darum gibt es diese gegenwärtigen Fraktionskämpfe. Das ist auch der Hintergrund der ganzen Strauss-Kahn-Affäre. … Auf der anderen Seite stehen die Leute, die noch "eine weitere Runde im Kasino" oder "nur noch ein zusätzliches Rettungspaket" wollen.

Unsere Aufgabe ist es deshalb, die U.S.-Wirtschaft zu retten. Unsere Aufgabe ist es, mit Ländern wie Großbritannien oder Deutschland und anderen zu kooperieren, die zuerst einmal ihr Land retten wollen und sich nicht so sehr um diesen Haufen schlechter Schulden kümmern. Das ist der einzige Weg, zu überleben. Jeder der zu diesem Zeitpunkt einer Wiedereinführung von Glass-Steagall entgegentritt, insbesondere in der Finanzwelt, fordert den Rest von uns allen auf, Selbstmord zu begehen – sie selbst eingeschlossen. Und jeder, der gegen Glass-Steagall ist, kann auf ein mildes Urteil plädieren, wegen offensichtlich geistiger Umnachtung, und das schließt diesen Präsidenten ein. Er muß nur aus dem Amt scheiden und er wird alle Gnade finden, die er benötigt.

[url:“http://www.larouchepac.com/node/18207?nid=18207&lid=1-1-0-1-0&nid=18207&lid=1-1-0-1-0]Originalsendung auf englisch [/url]

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