Das globale Finanz- und Wirtschaftssystem ist dabei, auseinanderzufallen, betonte der physikalische Ökonom Lyndon LaRouche am Montag in Diskussionen mit Unterstützern.
Dies widerspricht denen, die argumentieren, die Krise sei unter Kontrolle und nicht so schlimm. LaRouche warnte seine Unterstützer, es sei enorm wichtig, sich nicht durch solche Argumente in díe Falle locken zu lassen in dem Versuch, nicht anzuecken bei Kontakten, die auf diese „nicht so schlimm“- Linie getrimmt sind.
LaRouche betonte, daß es zwei große Bomben gibt, die jederzeit explodieren können: der bevorstehende Kollaps des Yen-Carry-Trades und das Platzen der Blase der besicherten Anleihen. Entweder eines von beidem oder beides zusammen werde der größte Krach seit Menschgedenken.
Diesen gesamten Prozeß muß man vom Standpunkt der Tripelkurve LaRouches betrachten. Es ist nicht ereignisbedingt. "Trottel lieben ereignisbedingte Entwicklungen, aber dieser Prozeß ist dynamisch, nicht kartesisch, betonte LaRouche.
Bezüglich der besicherten Anleihen sagte LaRouche, diese seien größer als bisher angenommen. "Die Hauptsprengkraft kommt von der indirekten Geldschöpfung durch die besicherten Anleihen, die wertlos sind. Somit hat man als Grundlage dieses Prozesses einen Haufen Scheiße, der als fiktiver Wert verpfändet wird. Diese fiktiven Werte dienen dann als Sicherheit für irgendwelches weiteren Kapitalanlagen. Demnach hat man eine Pyramide von Mist. Der Geldanstieg ist eine Art von geldmachende Fiktion verpfändeter Werte."
Wenn dies platze, so LaRouche, werde man eine Implosion erleben, die jede Vorstellung übertrifft. Demzufolge sollte man nicht auf den Prozeß sehen, als wäre er ein ereignisbedingtes, kartesisches Phänomen. Wenn diese Blase aus Mist platzt, wird man eine Implosion und eine Kettenreaktion haben.
Die einzige Maßnahme, die unter diesen Umständen funktionieren werde, ist die Gesetzesvorlage zum Schutz der Eigenheimbesitzer und Banken von 2007. Diese Gesetzesvorlage definiert die zu schützenden Kategorien. Man muß die Eigenheimbesitzer und die staatlichen Banken schützen. Kein Preisschild daran befestigen, sondern es einfach auf Eis legen.
LaRouche betonte, daß wir eine genuine Brandmauer schaffen müssen. „Es kann keinen Kompromiß geben, weil ansonsten das gesamte System untergeht. Versucht nicht, einen Kompromiß auszuhandeln. Ermutigt niemanden anderen, es zu tun.
Wir werden bei Reorganisation die Hedgefonds nicht beachten. Alles, was aufgewendet wird, um sie zu retten, ist verloren. Keine Rettungsversuche! Man hätte keine Rettungsaktion für Countrywide machen sollen. Erstellt die Brandmauer jetzt. Ohne sie wird nichts funktionieren. Schützt die Banken und die Hypothekenstruktur. Es sollten keine Rettungsaktionen für Hedgefonds erfolgen. Sie sollen in die Zwangsvollstreckung gezwungen werden.
Die Wahl liegt zwischen der Rettung der Nation und der Rettung der Hedgefonds, und man kann die Hedgefonds nicht retten. Die Hedgefonds haben kein anderes Schicksal außer dem Tod. Helft ihnen nicht aus der Patsche, sondern stellt sie unter Konkursverwaltung.
Wir müssen eine Brandmauer erstellen. Friert die Schulden einfach ein. Es sollte keinen Preis, kein Kompromiß, keine Entscheidung über Preisverhandlungen geben. Versucht erst gar nicht zu verhandeln.
Das Problem der meisten Präsidentschaftskandidaten ist, daß sie Spenden von Hedgefonds erhalten. Wir warnten sie, es nicht zu tun, aber sie taten es trotzdem. Jetzt müssen sie die bittere Pille schlucken.
Nationen wie China haben auch erkannt, daß durch Zinsanpassungen nichts erreichen wird. Es ist ein kartesianisches Denken. Der Zusammenbruch ist im Gang. Der US-Markt bricht zusammen. Das Senken der Zinsen wird nicht helfen, weil der Kollaps nicht relativ, sondern absolut ist. Somit wird keine Preisanpassung helfen.“