Lyndon LaRouche wiederholte heute seine persönliche Unterstützung der
Forderung des israelischen Präsidenten Shimon Peres nach Friedensverhandlungen
zwischen Israel und Syrien. Er sagte: „Ich denke, es ist für Peres an der Zeit,
so etwas zu tun, wie er es jüngst vorgeschlagen hat – Verhandlungen mit Syrien
aufzunehmen, und ich denke, Peres ist für diesen Zweck sehr geeignet. Er hat
meine volle Unterstützung für seinen Vorschlag. Ich verstehe sehr wohl, dass es
sehr viele Probleme geben wird, aber es ist absolut notwendig, dass wir jetzt
etwas in die Wege leiten. Irgendwo müssen wir anfangen. Es ist offensichtlich,
dass Syrien bereit sein wird, zu verhandeln. Sie werden sich nicht übers Ohr
hauen lassen, aber sie wollen eine Diskussion beginnen. Darum: fangen wir damit
an. Das Entscheidende hier ist, dass man nicht denkt, man könne ganz einfach
ein Abkommen als Paket bekommen. Man kann ja das Ziel im Auge haben, aber man sollte
nicht mit einem Paket von Bedingungen und ähnlichem an den Verhandlungstisch
gehen.
„Um die Kriegsdynamik in der Region zu durchbrechen sind die Verhandlungen
zwischen Israel und Syrien absolut entscheidend. Ohne sie werden wir das nicht
hinbekommen. Und man soll nicht versuchen, alle möglichen Fraktionen
zusammenzubringen und Kompromisse eingehen. Man muss versuchen, es für eine
Gruppe in Israel und eine Gruppe in Syrien zu einer Frage der persönlichen Ehre
zu machen. Wenn es ihr persönliches Ding ist, dann werden sie dafür sorgen,
dass es funktioniert. Wenn man aber versucht, zu viele Leute ins Boot zu bekommen, zu viele Bedingungen stellt und davon gesprochen wird, dass „Dieses
Geschäft" oder „Jenes Geschäft" läuft, dann würde das scheitern. Man nehme den Vorschlag
von Peres mit meiner vollen Unterstützung an. Ich unterstütze ihn in dieser
Sache persönlich.
"Nachdem eine Übereinkunft getroffen ist, öffnen sich die Türen für weitere
Verhandlungen. Aber der Versuch, von vornherein eine Übereinstimmung zwischen
zu vielen Parteien in einem großen Abkommen zu finden, ist ein Fehler. Was ich
vor einigen Jahren mit der „LaRouche Doktrin für Südwestasien" vorschlug war
genau richtig. Das hätte damals funktioniert. Aber um jetzt etwas in Gang zu
bekommen, muss man etwas wirklich außergewöhnliches tun. Und Syrien und Israel
an einem Verhandlungstisch ist etwas außergewöhnliches. Shimon Peres ist
genau der Mann dafür, denn er hat schon oft an solchen Sachen teilgenommen und
hat daher auch das entsprechende Ansehen in solchen Angelegenheiten.
"Es ist auch gar nicht notwendig, dass alle sofort dabei sind, denn dann würde
man gar keine Übereinkunft finden. Wir wollen vor allem demonstrieren, dass die
Grundlage für den Frieden zwischen Syrien und Israel existiert. Das würde sich
dann hoffentlich in der Region ausbreiten, indem wir andere inspirieren. Wir
sollten diese Gelegenheit nicht verpassen indem wir versuchen, es zu
kompliziert zu machen.
"Peres ist in dieser Sache zuverlässig. Er ist im Grunde genommen die einzige
politische Figur in Israel, die für so eine Angelegenheit die Glaubwürdigkeit
hat. Andere können daran teilnehmen, und werden dadurch an Glaubwürdigkeit
gewinnen, aber er ist der einzige der jetzt schon diese Glaubwürdigkeit hat.
Ich bin davon überzeugt, dass er auch ein besseres Verständnis der Lage hat als
viele andere. Man soll dem Mann eine Chance geben, zu gewinnen. Er soll es
anpacken und etwas daraus machen. Wir brauchen ihm nicht vorzuschreiben, was er
erreichen muss. Ich weiß, dass er begreift, dass etwas unternommen werden muss,
um aus dieser Pattsituation heraus zu kommen. Das ist im lebenswichtigen
Interesse sowohl Syriens als auch Israels."