2. Mai (LPAC) – In einer Diskussion mit Mitarbeitern unterstützte der amerikanische Ökonom und ehemalige Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche Anfang der Woche die Bemühungen in Südamerika, eine „Bank des Südens“ als neue regionale Finanzinstitution, die von den Regierungen der Region betrieben wird, zu schaffen.
Die Finanzminister von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Paraguay, Uruguay und Venezuela werden sich am 3. Mai in Quito, Ecudador, treffen, um die Gründung zu diskutieren.
„Ich unterstützte ihre Bemühungen, mit dieser Herausforderung umzugehen", sagte Larouche, „wie auch die Schritte vieler dieser Länder, mit den Internationalen Währungsfond und seiner Politik zu brechen.“
„Der argentinischen Präsident hat bei beidem, dem Bruch mit dem IWF und der Umsetzung des Vorschlages für eine Bank des Südens, die Führung übernommen. Interessante Entwicklungen dazu kommen auch aus Ecuador, Venezuela, Bolivien und anderen Staaten. Brasilien muss sich erst noch festlegen“, führte LaRouche aus.
„Der entscheidende Punkt ist, daß nur Institutionen, die von souveränen Regierungen kontrolliert wird, eine Rolle bei der Kreditschöpfung erlaubt sein sollte, ebenso bei der Finanzierung großer Infrastrukturprojekte.“
„Man muß in langfristige Hochtechnologieprojekte investieren, die einen physisch-ökonomischen Nutzen über eine 25-50 jährige Lebensdauer produzieren, zum Nutzen des ganzen Kontinents – Hochgeschwindigkeitszüge, Wassermanagement, Kernkraft und so weiter. Meiner Mitarbeiter und ich haben seit Jahren und Jahrzehnten detaillierte Vorschläge vorgelegt. Jetzt ist Zeit zu handeln!“
Larouche fügte hinzu: „Die Nationen der Region wissen besser als der IWF und die Weltbank, wie man die Dinge anpackt. Die Weltbank sollte geschlossen werden: Ihre Projekte werden gemacht, um fehlzuschlagen und die Länder mit unbezahlbaren Schulden zurückzulassen.“ George Shultz – "der Mann, der uns Augusto Pinochet gebracht hat" – sei ein Spezialist für solche Operationen. John Perkins Buch Bekenntnisse eines ,Economic Hit Man' sei in diesem Zusammenhang sachdienlich.
„Der IWF und die Weltbank sollten überall in Iberoamerika vor die Tür gesetzt werden", forderte LaRouche. „Ihre Methode ist es, zu stehlen. Man will keinen Dieb in seinem Haus haben. Warum sollte man also den IWF und die Weltbank in seinem Land haben wollen?“