Der amerikanische demokratische Politiker und Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche kommentierte am 2. August die Situation von Barack Obama. Da der amerikanische Wahlkampf für Deutschland wie für die ganze Welt von außerordentlicher Bedeutung ist, hier im Wortlaut seine Einschätzung:
"Seit dem Treffen von Senator Obama mit mehr als zwei Dutzend Vertretern wirtschaftspolitischer Prominenz, das nach seiner Rückkehr in die USA stattfand, muß die Wahrscheinlichkeit, daß Obama jemals Präsident werden wird, ernsthaft bezweifelt werden. In einer Art vorzeitiger "Oktober-Überraschung" versetzte der republikanische Vor-Kandidat John McCain dem "Appeal" von Obama einen möglicherweise vernichtenden Schlag, ebenso wie die niederschmetternde Analyse von Obamas geistiger Verfassung durch Dana Milbank von der "Washington Post".
Ein Videowerbespot von der McCain-Kampagne zum Thema "Der Auserwählte" hat dem öffentlichen Bild von Obama sehr massiven Schaden zugefügt. Diese "Oktober-Überraschung" von seiten der Republikaner kommt zu einem erstaunlich frühen Zeitpunkt.
Auch wenn man Senator Obama nicht zu nah treten will, treffen diese und ähnliche Charakterisierungen auf die nichts Gutes verheißenden Mängel bei Obamas bisherigen öffentlichen Auftritten doch weitgehend zu. Daß er nach dem Motto "Ich bin der Größte" auftritt, ist noch die mildeste Aussage der geäußerten Besorgnisse über seine gegenwärtige euphorische Verfassung.
Außer den in den Massenmedien erscheinenden psychologischen Profilskizzen liegt aus dem Obama-Lager keinerlei schriftliche Aussage vor, die irgendeine Antwort auf die Realität des nun über uns hereinbrechenden weltweiten Finanzkrachs anbietet. Dieser verbreitet sich nun durch das internationale System bis zu einem baldigen bedrohlichen Zusammenbruch der gesamten Weltwirtschaft. Obamas bisherige Kampagne als "Windei" zu bezeichnen, ist nicht unfair. Daß die McCain-Kampagne sich mit triefenden Lefzen hochfliegenden Erwartungen hingibt, solange Obama seine törichte Mißachtung wichtiger Themen fortsetzt, ist verständlich.
Was Grund zur Sorgen bereiten sollte
Natürlich ist Senator Obama kein neuer Adolf Hitler. Studiert man jedoch, wie in den 1920ern Interessen mit Zentrum in London auf die Auswahl und Ausbildung von Adolf Hitler als einem zukünftigem Führer maßgeblichen Einfluß nahmen, so ist dies das beste bekannte Beispiel für gewisse Methoden, mit denen manchmal marionettenartige, künstliche Führer geschaffen werden. Das können Personen sein, die sich normalerweise am wenigsten für eine solche Rolle zu eignen scheinen.
Auf diesen Gesichtspunkt von Obamas Hintergrund haben sich die Macher des erwähnten McCain-Videos bei ihrem Angriff auf Obama konzentriert; auf diese Seite hat Dana Milbank von der Washington Post seine Aufmerksamkeit gelenkt.
Es ist wichtig, hier noch einen weiteren Punkt hinzuzufügen.
Bei der Behandlung solcher Fälle ist es wichtig, die betreffende Persönlichkeit mit den Emotionen zu betrachten, wie dies bei einer psychiatrischen Patient-Therapeut-Beziehung der Fall ist. Der Patient muß als Opfer seines oder ihres Leidens betrachtet werden. Es muß darum gehen, sowohl dem Patienten zu helfen als auch dem sozialen Umfeld, in dem der Zustand des Patienten ein Problem verursacht. Man darf also nicht "zerstören", sondern muß "heilen". Das bedeutet nicht, eine Person hervorzubringen, die in die von ihr angestrebte Position paßt, sondern Ergebnisse zu erzielen, die sowohl dieser Person als auch dem jeweiligen sozialen Umfeld zugute kommt. In diesem Fall handelt es sich dabei um die USA, die unter den gegenwärtigen bedrohlichen Umständen vom Untergang bedroht sind.
Was Senator Obama betrifft, muß man zwei entscheidende Punkte zu beachten. Erstens, welche bösartigen Interessensgruppen beispielsweise in London ihn auserwählt haben, und ihn als ein entbehrliches Werkzeug für ihre Absichten benutzen. Zweitens gilt es, dem Senator einen sicheren Ausweg aus einer Situation zu verschaffen, in die er von den betreffenden übelmeinenden Interessen manövriert wurde; von Leuten wie dem im britischen Interesse handelnden George Soros, und Felix Rohatyn, welche für die mißliche Lage, in welcher Senator Obama und die USA sich jetzt befinden, verantwortlich sind.
Es stimmt: Senator McCain weist offenkundige Probleme auf, die es nicht ratsam erscheinen lassen, ihn zu wählen. Das dringlichste Problem ist jedoch der Fall des Senators Obama. Die Lösung besteht darin, beide Nominierungen [der Parteien] für glaubwürdige Alternativen offenzuhalten, statt irgend jemand auf die jeweilige bisherige Auswahl festzulegen. Es ist noch ein Monat Zeit, um die Alternativen zu prüfen. Deshalb sollte niemand voreilige Entscheidungen treffen. Schon gar nicht jetzt im Monat August, wo stürmische Entwicklungen jenseits der gegenwärtigen Vorstellungskraft von fast jedermann, beginnen, sich zu entfalten.