Lyndon LaRouche warnte am 17. Januar die israelische Führung vor ihren Plänen, großangelegte Militäroperationen innerhalb des Gaza-Streifens durchzuführen. Damit würde Chaos in der ganzen Region ausgelöst und jegliche Hoffnungen auf einen regionalen Friedensdurchbruch sabotiert. Er bezeichnete solche Pläne als "selbstmörderisch verrückt".
LaRouche äußerte seine Warnungen nach Hinweisen israelischer Quellen und amerikanischer Nachrichtendienste, die dem Magazin Executive Intelligence Review (EIR) zugegangen waren. Darin hieß es, ein kürzliches Treffen des israelischen Sicherheitskabinetts nach Abschluß des achttägigen Besuchs von Präsident George Bush in der Region habe massive Militäroperationen in den Gaza-Streifen bewilligt, um die Führungsstruktur der Hamas auszuschalten und führende Hamas-Leute zu ermorden. Ehud Barak, Chef der Labor-Partei und Verteidigungsminister, habe zu den starken Befürwortern der Einsätze in Gaza gehört. Er habe argumentiert, daß es keine Zweistaaaten-Lösung für den Israel-Palästina-Konflikt geben könne, solange Hamas eine starke und beliebte Kraft unter den Palästinensern bleibt und die Kontrolle über den Gazastreifen hat.
Während seiner Treffen in der Region hatte Präsident Bush Iran als wichtigsten Unterstützer des Terrorismus angegriffen und andere kriegerische Kommentare von sich gegeben, während er zugleich angeblich ein abschließendes Friedenabkommen zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas verfolgt.
Die israelische Quelle, die der Olmert-Regierung nahesteht, warnte davor, die israelischen Kriegspläne gegen die Hamas-Präsenz im Gaza-Streifen könnten außer Kontrolle geraten und sich zu einer zweiten, nördlichen Front ausweiten, wenn Hezbollah zur Unterstützung der Hamas Raketenangriffe gegen Israel führen sollte. Unter diesen Umständen werde Israel in einen vollen Krieg gegen die Palästinenser, die Hezbollah in Libanon, und Syrien verwickelt werden. Laut gewissen israelischen Notstandsplänen könnte auch Iran zur Zielscheibe werden, falls Beweise für eine weitere iranische Militärunterstützung für Hamas oder Hezbollah auftreten sollten.
Das ist die Art von regionalem Chaos und Krieg, wie sie in der Bush-Regierung Vizepräsident Dick Cheney befürwortet. Lyndon LaRouche hat den Ursprung solcher Destabilisierung als im wesentlichen "made-in-London" bezeichnet, worin sich das Streben ausdrücke, "gesteuertes Chaos" zu benutzen, um die Nationalstaaten zu zerstören und ein "post-Westfälisches Weltsystem" hervorzubringen. Er warnte israelische Politiker davor, sich als Wegwerfartikel dieser Meute benutzen zu lassen. Jeder Impuls für großangelegte Militär-Einsätze im Gaza-Streifen müsse sofort unterdrückt werden, weil sie als Auslöser für den größeren, permanenten Konflikt dienen würden. Solcher Irrsinn hätte fast unausweichlich die Zerstörung Israels zur Folge, schloß LaRouche.