LaRouche warnt vor „Nazi-Mentalität“ in US-Gesundheitspolitik

21.05.2009
LaRouche warnt vor „Nazi-Mentalität“ in US-Gesundheitspolitik admin 21.05.2009

US-Präsident Barack Obama plant offenbar unter dem Einfluß seines Wirtschaftsberaters Larry Summers und des Leiters des Haushaltsbüros (OMB) Peter Orszag brutale Kürzungen der Gesundheits- und Sozialleistungen. Orszag behauptet, im US-Gesundheitswesen würden 700 Mrd.$ sinnlos verschleudert (andere reden sogar von 2 Bio.$). Es läuft eine politische Großoffensive der Regierung für einen „Umbau", sprich Abbau der staatlichen Renten- und Krankenversicherung unter irreführenden Schlagwörtern wie „Kosteneffizienz" und „Einsparen überflüssiger Ausgaben", also dem Abbau notwendiger Versorgung und moderner Behandlungsmethoden.

Lyndon LaRouche hat mit seiner politischen Bewegung LPAC eine Kampagne dagegen begonnen. Eine solche Politik erinnere "an das Dritte Reich" und müsse unbedingt verhindert werden, betonte er letzte Woche in einer Erklärung. In der Konsequenz werden den Patienten lebensnotwendige Versorgung und moderne Behandlungsmethoden vorenthalten. Das führe zu "Massenmord." Schließlich würden dieselben Leute in der US-Regierung, die es für „zu teuer" erklären, Kranken das Leben zu retten, ohne Zögern Billionen Dollar an Steuergeldern ausgeben, um die Finanzmärkte zu retten. Vor allem müsse das ganze System der profitorientierten Organisierung des Gesundheitswesens, der sog. HMOs (Health Maintenance Organizations), wieder abgeschafft werden, so LaRouche. „Danach kann man mit anderen Plänen zum Wiederaufbau des Gesundheitswesens in Amerika beginnen, aber vorher nicht… Es wird den größten Faktor überflüssiger Ausgaben im Gesundheitswesen eliminieren." Stattdessen müsse es einen systematischen Wiederaufbau der Infrastruktur medizinischer Versorgung und Forschung wie unter dem „Hill-Burton-Gesetz" in der Nachkriegszeit bis Anfang der 70er Jahre geben.

Tatsächlich ergaben Studien der US-Kongreßbehörde GAO, des New England Journal of Medicine und anderer Stellen, daß 30-50% der Ausgaben der privaten HMOs rein administrativ sind (Verwaltung, Werbung, Studien über Kosteneinsparung), von den extrem überhöhten Vorstandsgehältern ganz zu schweigen. Dagegen betragen die administrativen Kosten bei der staatlichen Krankenversicherung Medicare ganze 2%!

Eine neue Studie der "Ärzte für ein nationales Gesundheitsprogramm" (Physicians for a National Health Plan) schätzt den Anteil der administrativen Kosten bei den HMOs auf 31%. Die Gruppe setzt sich dafür ein, sämtliche HMOs mit Ausnahme der nicht gewinnorientierten HMOs von Ärztegruppen abzuschaffen und durch eine gesetzliche Krankenversicherung für alle zu ersetzen. Die HMOs, die durch ein Gesetz der Nixon-Regierung in den 70er Jahren zugelassen wurden, machen praktisch also Gewinn, indem sie Gelder vereinnahmen, die eigentlich der Behandlung der Patienten dienen müßten. Im Gesundheitswesen entsprechen sie damit dem, was der Schwindelkonzern Enron im Energiesektor war: Zwischen Arzt und Patient wird ein finanzieller Vermittler eingeschaltet: das steigert die Kosten und verschlechtert die Behandlungsqualität.

Im US-Gesundheitswesen treffen zunehmend profitorientierte Interesssen die Entscheidungen, und nicht mehr die Ärzte. Zu den wichtigsten Trägern von HMOs gehören mindestens sechs US-Großbanken, die in jüngster Zeit mit Geldern des staatlichen TARP-Fonds gerettet wurden: Bank of America, Bank of New York Mellon, Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase, Morgan Stanley und State Street.

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