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LPAC fordert Virginia Tech-Ermittler auf, die Rolle von Gewaltvideospielen zu untersuchen

22. Mai (LPAC) – Am Montag, den 21. Mai haben Mitglieder der LaRouche-Jugendbewegung als Vertreter des LaRouche Political Action Committee (LPAC) der zweiten Anhörung von Gouverneur Tim Kaines Untersuchungsausschuß beigewohnt. Dieser Untersuchungsausschuß wurde eingerichtet, um das Massaker an der Virginia Tech-Universität aufzuklären, wo 33 Studenten im bisher blutigsten Fall von Jugend- und Schulgewalt in der Geschichte umkamen. Die Anhörung fand in Blacksburg, Virginia statt, wo sich die Virginia Tech-Universität befindet. Paul Mourino von der LaRouche-Jugendbewegung reichte schriftliche eine Stellungnahme ein und fügte ihr noch mündliche Bemerkungen hinzu. Beide Teile seiner Aussage sind im folgenden aufgeführt.

[i]Schriftliche Stellungnahme[/i]

Nach dem Massaker an der Columbine High School vor einigen Jahren schloß sich Lyndon LaRouche solchen Experten im Bereich der Verbrechensbekämpfung wie Oberst David Grossman an, indem er Maßnahmen gegen die Hersteller und Verteiler von „Point-and-Shoot“-Gewaltvideospielen forderte, die in den Worten von Oberst Grossman „den Kindern den Willen und die Fähigkeit geben, zu töten“. Untersuchungen von Strafverfolgungsbehörden wie zum Beispiel dem FBI und dem Secret Service haben eine sehr hohe Korrelation zwischen den 20 bedeutendsten Schul-Schützen des letzten Jahrzehnts und der Sucht nach „Point-and-Shoot“ Gewaltvideospielen festgestellt.

Cho, der Amokläufer an der Virginia Tech, ist da keine Ausnahme, trotz der fast vollkommenen Medienblockade seiner Verstrickung in Gewaltvideospielen, insbesondere Counterstrike. Nachrichtenorganisationen wie die [i]Washington Post [/i]hatten Freunde von Cho aus High School Zeiten und von der Uni befragt, und seine starke Neigung zu diesen Spielen bestätigt. Aber diese Geschichte erschien niemals im Druck, und tauchte nur aus Versehen auf einer Blog-Webseite, die mit der Zeitung verbunden ist, auf.

Die Videospielindustrie wurde von den Enthüllungen, daß die Killer von Columbine, Harris und Klebold, von Gewaltvideospielen abhängig waren und ihre Schießfertigkeit an solchen computerisierten Tötungssimulatoren trainierten, schwer getroffen, und es gibt gute Gründe dafür, anzunehmen, daß sie Millionen von Dollar in eine Werbekampagne stecken, die das Ziel hat, die Wiederholung einer solchen schlechten Medienberichterstattung zu verhindern. Die Videospielindustrie macht heute US$ 20 Milliarden Umsatz im Jahr, womit sie in ihrem Einkommen noch vor der Filmindustrie liegt.

Wir von der LaRouche-Jugendbewegung fordern diesen Ausschuß auf, in seinen Beratungen und Ermittlungen eine gründliche Untersuchung der Rolle, die Gewaltvideospiele in der Tragödie von Virginia Tech gespielt haben können, mit einzubeziehen. Eine solche ernsthafte Untersuchung durch solch eine angesehene Institution kann viel dazu beitragen, daß die wirklichen Ursachen der jüngsten tragischen Mordfälle hier verstanden und angegangen werden. Unsere Nation ist von einem potentiellen epidemischen Ausbruch einer „neuen Gewalt“ bedroht, der unter anderem von der Verteilung in Massen von Tötungssimulatoren an Jugendlichen angetrieben wird.

Diese „Point-and-Shoot“-Videospiele wurden ursprünglich vom US-Militär für Polizisten und Soldaten entwickelt. Wenn dieselben Technologien, die speziell dazu entwickelt wurden, um die menschliche Hemmschwelle gegen das Töten zu überwinden, als Videospiele verpackt und an Kinder und Jugendliche vermarktet werden, läuft etwas ganz wesentlich falsch in der Gesellschaft.

Es gibt offensichtlich eine ganze Reihe von dringenden Belangen, die dieser Ausschuß aufgreifen wird. Es ist außerordentlich wichtig, daß eines dieser Themen die Rolle der Gewaltvideospiele in den schrecklichen Ereignissen ist, die jüngst hier in Blacksburg stattfanden. Wir freuen uns darauf, in jeder Form zusammenzuarbeiten und Sie mit Materialien, die wir zur „Neuen Gewalt“ und zur Videospielindustrie gesammelt haben zu versorgen.

[i]Weitere Bemerkungen an den Ausschuss[/i]

Nachdem er die schriftliche Stellungnahme vorgelesen hatte, fügte Paul Mourino die folgenden Bemerkungen hinzu.

Es findet gegenwärtig ein Kampf im US-Kongreß statt, zwischen der Tradition von Franklin Roosevelt auf der einen Seite, deren Möglichkeiten sich in dem Potential zeigt, Großprojekte zu bauen, wie zum Beispiel das russische Angebot zum Bau eines Tunnels unter der Beringstraße. Auf der anderen Seite haben wir die Politik der Regierung, den „Krieg gegen den Terror“ zu führen. Die Politik dieser Regierung ist gegenwärtig dabei, den Charakter und die Philosophie unseres Militärs zu verändern. Im Februar diesen Jahres, alsährend ich selbst an dieser Auseinandersetzung für die Wiederbelebung von Roosevelts Erbe teilnahm, entdeckte ich im Rayburn-Bürogebäude des US Kongresses eine pädagogische Darstellung, die von dem US Militär und privaten Auftragnehmern der US Regierung aufgebaut wurde. Ihre Arbeit zeigt die Zukunft des US-Militärs und den nächsten Krieg. Es waren verschiedene Arten von Videospielen aufgebaut, die alle zeigten, wie das amerikanische Militär seine Soldaten ausbildet. Manche waren Kampfszenarien in der 1. Person, andere ermöglichten dem Spieler, Panzer und andere Kampffahrzeuge am Simulator zu führen, und wieder andere simulierten virtuelle Verhöre. Die Waffen, die in diesen Simulatoren verwendet wurden, waren alle mit Gewichten beschwert, um ein "echtes" Gefühl zu vermitteln, und alle hatten besondere Ausstattungen, um den Rückschlag des Abschusses einer wirklichen Waffe zu simulieren. Natürlich gab es Pizza und Limonade für all die jungen Kongreßangestellten und Büromitarbeiter, die daran teilnahmen, und man darf dabei nicht außer acht lassen, daß ein Großteil der Arbeit im Kongreß von Mitarbeitern im Universitätsalter gemacht wird.

Einer Durschnittsperson, die so etwas noch nicht erlebt hat, scheint so etwas vielleicht außergewöhnlich, aber die meisten jungen Menschen, mich eingeschlossen, haben diese Erfahrung schon öfter gemacht.

Um diese Dinge zu verstehen, möchte ich gerne auf die Arbeit von Oberst David Grossman Bezug nehmen. Im Amerikanischen Militär fand nach dem 2. Weltkrieg eine Veränderung statt. Nach dem Tod von Franklin Roosevelt stellten einige Militärs zusammen mit anderen aus dem privaten Sektor fest, daß nur 15% der amerikanischen Soldaten im Augenblick der Wahrheit auf dem Schlachtfeld mit Tötungsabsicht schießen konnten. Aus welchem Grund auch immer, wurde die Entscheidung getroffen, diesem Problem zu begegnen und die Anzahl derer zu vergrößern, die ohne nachzudenken schießen konnten.

Oberst Grossman, der jetzt ein Army Ranger a. D. ist, nutzte diese Techniken während des Vietnamkrieges und bildete danach amerikanische Schützen aus. Später stellte er fest, daß dieselben Techniken und Technologien, die er bei der Ausbildung nutzte, in den Videospielen seiner Kinder auftauchten. Er schlug Alarm, schrieb einige Bücher zu dem Thema und tat sein bestes, diesen Horror an die Weltöffentlichkeit zu bringen. Sein Buch [i]On Killing[/i] (im Deutschen [i]Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht?[/i]) ist jetzt Pflichtlektüre in vielen Ausbildungseinrichtungen des US-Militärs, einschließlich der Militärakademie West Point.

Ich begegnete diesem Phänomen, als ich in der Schule war. Das Spiel [i]Wolfenstein 3D[/i] war kostenlos, und die erste Tötungssimulation auf dem Markt. Die nächsten Versionen waren [i]Doom,[/i] [i]Doom II[/i] und [i]Golden Eye[/i]. Im übrigen nutzte Bill Gates [i]Doom[/i] als eine schlaue Vermarktungsidee, um sein damals neues Windows 95 zu verkaufen.

Die Technologie dieses Betriebssystems erlaubte ein stark verbessertes Spielverhalten und sehr viel realistischere Graphiken. Eine schlaue Geschäftsstrategie, ein neues Produkt an junge Menschen zu vermarkten, nimmt aber einen ganz anderen Charakter an, wenn man die Wirkung betrachtet, die diese Technologien über längere Zeit gehabt haben: Diese Videospiele töten den Geist der jüngeren Generation. LaRouche PAC empfiehlt, daß dieser Ausschuß ein Gesetz ausarbeitet, das unser Militär vom gegenwärtigen Modell zurück zur Idee des „Bürger in Uniform“ bringt, wie das unter Franklin Roosevelt der Fall war. Wir empfehlen weiterhin, daß man diejenigen privaten Unternehmen, die an diesen Projekten teilgenommen haben, anprangert, mit Strafgeldern belegt und reguliert. Richtige Gesetze zum Schutze meiner Generation vor diesen „Spielen“ sind dringend notwendig. Unsere Generation braucht Zeit, um darüber nachdenken zu können, was für eine Zukunft wir für unsere Republik haben wollen, und darüber hinaus brauchen wir die Fähigkeit, Führung zu übernehmen, sollten wir uns für den Weg der Entwicklung durch Großprojekte entscheiden.

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