Die LaRouche Jugendbewegung (LYM) in Argentinien intervenierte am 13. Mai in eine öffentliche Anhörung des Landwirtschaftsausschusses der Deputiertenkammer mit dem [url:“artikel/menschheit-existentieller-gefahr-verdoppelt-agrarproduktion“]Aufruf Helga Zepp-LaRouches[/url] und weiterem Material, das zuvor an jeden Senator und Deputierten im Kongreß per E-Mail verschickt worden war.
Ausschußvorsitzender Alberto Cantero Gutierrez, ein Unterstützer der Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner, hatte das Treffen einberufen, um über seine eigene Gesetzesvorlage, die eine staatliche Behörde zum Schutz der Landwirtschaft und Kontrolle des Handels (ENPCCAA) vorsieht, sowie über eine weitere zur Einrichtung eines Nationalen Rates für Getreide zu beraten.
In früheren Aussagen hatte Cantero Gutierrez von der Fähigkeit Argentiniens gesprochen, "500 Millionen Menschen" ernähren zu können. In seiner Rede vor dem Ausschuß unterstrich Cantero die Notwendigkeit einer solchen Regulierungsbehörde, die u.a. die gesamten landwirtschaftlichen Kapazitäten des Landes erfassen solle. Damit solle eine Datenbank geschaffen werden, in der genau dokumentiert werde, welche Nahrungsmittel wo erzeugt und wo gelagert würden. So wären etwaige Engpässe frühzeitig zu erkennen und man könne die Landwirte besser beraten welche Produkte vermindert oder vermehrt angebaut werden sollten. Die Hauptaufgabe dieser Behörden sei es, die Versorgungssicherheit bei Nahrungsmitteln in Argentinien zu garantieren und die der Welt zu unterstützen.
Parallel fand auch eine Anhörung im Senat statt, wo vor allem die Großgrundbesitzer (Latifundistas) zu Worte kamen, die derzeit alles daran setzen, die argentinische Regierung zu Fall zu bringen. Darauf angesprochen äußerte sich Cantero Gutierrez gegenüber einem Vertreter der LYM: "Die Großgrundbesitzer versuchen einen Coup d’Etat. Ich habe das schon einmal miterlebt…" Er bezog sich dabei auf die (auch jetzt wieder stattfindenden) Streiks der Landwirte, welche 1976 zum Militärputsch gegen die damalige Präsidentin Isabel Peron geführt hatten.
Die Aktivisten der LYM fanden große Anerkennung sowohl für ihr Engagement als auch für die Vorschläge LaRouches. Viele der Abgeordneten hatten Frau Zepp-LaRouches Aufruf zur Abschaffung der Welthandelsorganisation WTO bekommen und aufmerksam gelesen.