Mark Carney will auf NATO-Gipfel für globale Verteidigungsbank werben

04.07.2026
Mark Carney will auf NATO-Gipfel für globale Verteidigungsbank werben klaus 04.07.2026

Kanada will auf dem NATO-Gipfel in der Türkei in der kommenden Woche die etwa 10 Gründungsstaaten für eine globale Verteidigungsbank präsentieren, wie Reuters am 2. Juli berichtete. Der kanadische Premierminister Mark Carney verfolgt Pläne für die Gründung einer „Bank für Verteidigung, Sicherheit und Resilienz“ als Teil seines Vorhabens zur Stärkung der „Mittelmächte“, um dem „Zerfall der traditionellen, von den USA geführten Weltordnung“ entgegenzuwirken.

Damit führt Mark Carney seine „grüne“ Agenda fort, diesmal in olivgrün. Mehr zu Carneys Schlüsselrolle bei der Schaffung der globalen „Klima“-Finanzblase können Sie hier lesen.

„Wir haben uns den NATO-Gipfel als Frist gesetzt… Was wir bekannt geben wollen, ist die Liste der Gründungsmitglieder“, sagte Isabelle Hudon, Kanadas Chefunterhändlerin der multilateralen Initiative und Geschäftsführerin der Business Development Bank of Canada, in einem Interview. Der Zweck der Bank bestehe laut Reuters darin, die Verteidigung der verbündeten Staaten zu stärken, indem bis zu 100 Milliarden Pfund an günstigen Finanzmitteln aufgebracht werden.

Doch laut Reuters bleibt das Schicksal des Projekts ungewiss, da die Unterstützung von Ländern fehlt, die für die Sicherung eines AAA-Ratings entscheidend sind. Man habe produktive Gespräche mit Südkorea geführt, und die Wahrscheinlichkeit eines Beitritts – möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt – liege bei 50:50, so Hudon. Derzeit stünden keine anderen G7-Staaten kurz vor einem Beitritt . Das südkoreanische Finanzministerium hatte zuvor gegenüber Reuters erklärt, es prüfe den Vorschlag.

Bislang hat sich öffentlich nur Luxemburg Kanada angeschlossen, das als europäischer Standort der Bank dienen werde. Carneys Bankpläne stehen bereits im Wettbewerb mit dem europäischen SAFE-Programm und der anglo-niederländisch-finnischen MDM. Großbritannien und Deutschland sollen dem Vorhaben ablehnend gegenüberstehen, obwohl Berichten zufolge Gespräche mit beiden Regierungen stattfinden.

Führende Banken, darunter JPMorgan, die Deutsche Bank, die Commerzbank und ING, haben sich dem Projekt angeschlossen, ebenso wie die kanadischen Banken RBC, BMO, CIBC, die National Bank of Canada, die Scotiabank und die TD Bank.

Quelle: eirna.de

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