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Meloni verurteilt „dogmatische“ Klimapolitik

Am zweiten Tag des G20-Gipfels am 22. November sagte die italienische Ministerpräsidentin Gioria Meloni, westliche Nationen sollten Afrika keine „dogmatische“ Klimapolitik aufzwingen. Laut einer Mitteilung der italienischen Regierung  sagte sie wörtlich: „Meiner Meinung nach müssen wir ein für alle Mal den ideologischen Dogmatismus aufgeben, der mehr Schaden als Nutzen bringt. In Europa beispielsweise wurden in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen, die ganze Produktionszweige in die Knie gezwungen haben, ohne dass dies einen wirklichen Nutzen in Bezug auf die globalen Emissionen gebracht hätte. In Afrika besteht die Gefahr, dass dogmatische Ansätze, die von ausländischen Partnern aufgezwungen werden und die Besonderheiten der afrikanischen Nationen nicht berücksichtigen, paradoxerweise alte Abhängigkeitsmuster verstärken.

Dies ist eine verlustreiche Strategie, daher muss ein pragmatisches Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit, Emissionen zu begrenzen, und dem Risiko gefunden werden, die fortschrittlichsten Produktionssysteme zu gefährden und die Schwächeren daran zu hindern, sich zu etablieren.

Unserer Meinung nach besteht die Herausforderung darin, den Grundsatz der Technologieneutralität zu bekräftigen, da es keine einzige Lösung gibt, mit der sich schnell eine solide Alternative zu fossilen Brennstoffen aufbauen lässt, aber auch, weil dies Forschung, Innovation und einen positiven Wettbewerb fördert. Der Energiemix muss ausgewogen sein und alle verfügbaren Technologien kombinieren. Erneuerbare Energien, Gas, Wasserstoff, Biokraftstoffe, CO2-Abscheidungssysteme sowie die Forschung im Bereich der Kernfusion, die durch die Erzeugung sauberer, sicherer und unbegrenzter Energie die Geschichte verändern würde.“

In ihrer Rede sowie in der Rede, die sie am Vortag gehalten hatte, warb Meloni für ihren „Mattei-Plan“ für Afrika, der auf der Schaffung von Arbeitsplätzen basiert. Sie erwähnte das EU-Projekt „Global Gateway“ und den Lobito-Korridor, was von einigen geopolitischen Kommentatoren als Gegenposition zu Chinas „Tazara“-Eisenbahn interpretiert wurde. In Wirklichkeit ergänzen sich die beiden Infrastrukturen: Während es sich bei ersterer um eine transozeanische Ost-West-Verbindung handelt, ist letztere eine Nord-Süd-Verbindung, und beide können (werden) miteinander verbunden werden.

Quelle: eirna.de

 

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