Mercedes macht Druck auf deutsche Belegschaft

06.09.2026
Mercedes macht Druck auf deutsche Belegschaft klaus 06.09.2026

Forderungen nach längeren Arbeitszeiten, Senkung der Produktionskosten, möglicher Schließung von Produktionsstandorten in Deutschland, die Option, die Produktion außerhalb Deutschlands auszubauen – damit will der Vorstand von Mercedes die Belegschaft einschüchtern. Der Vorstand fordert, dass die Beschäftigten künftig fünf Stunden länger arbeiten sollen – ohne zusätzliche Vergütung. Darüber hinaus sollen Berichten zufolge alle Vergütungsbestandteile und Sonderzahlungen überprüft werden, darunter Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld.

Laut Insidern, mit denen die Wirtschaftswoche sprach, soll ein Mercedes-Vorstand mehreren Betriebsratsmitgliedern mitgeteilt haben, dass ein neues Werk in Osteuropa errichtet würde, sollten die Beschäftigten nicht dazu beitragen, die Arbeitskosten in Deutschland deutlich zu senken. Sollte der Betriebsrat Lohnkürzungen nicht mittragen, werde man in Osteuropa investieren – und einen deutschen Standort schließen.

In Ungarn hat Mercedes kürzlich die Produktionskapazität seines Werks in Kecskemét auf bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr verdoppelt. Es ist bereits der größte Produktionsstandort von Mercedes in Europa. Nach Angaben des Unternehmens liegen die „Faktorkosten“ dort etwa 70 Prozent unter denen in Deutschland. Mercedes definiert diese Kosten so, dass sie nicht nur Arbeitskosten, sondern auch Energie, Infrastruktur, Logistik und Instandhaltung umfassen.

Quelle: eirna.de

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