Moderne Technik und ein neues Kreditsystem für den Wiederaufbau der Welt!

24.08.2009
Moderne Technik und ein neues Kreditsystem für den Wiederaufbau der Welt! admin 24.08.2009

In Brasilien werden die ersten Schritte zum Bau von vier neuen Kernkraftwerken unternommen. Zwei sollen im verarmten Nordosten. und zwei im Südosten errichtet werden. Gegenwärtig laufen ANGRA I und II in Rio de Janeiro. Die neuen Kernkraftwerke werden als absolutes Minimum für Brasilien betrachtet. Gouverneur Teotonio Vilela Filho vom Bundestat Alagoas (Nordosten) erklärte dazu, er habe seine eigene Angst vor Kernenergie überwunden, nachdem er ein deutsches Kernkraftwerk besucht hatte! "Seitdem bin ich ein Kernkraftenthusiast", sagte er. Sein Bundesstaat habe den niedrigsten Entwicklungsindex der Bevölkerung in ganz Brasilien. Ein Kernkraftwerk sei ein "Akt der Humanität" für dieses Bundesland. Die Anlage würde mindestens 4000 Menschen Arbeit geben und dem Staat zu den Investitionen verhelfen, die man in allen Bereichen brauche: Gesundheit, sanitäre Investitionen, Erziehung. Die Staatsfirma Electronulear wird in der Nähe jedes Kernkraftwerks eine technische Hochschule errichten, um über genügend qualifizierte Arbeitskräfte zu verfügen. Mindestens fünfzig Nuklearwissenschaftler sollen es pro Jahr in Brasilien sein.

Eine dramatische Lage für die Bevölkerung,  weil man nach Art des britischen Empire wirkliche Entwicklung verwehrt hat, gibt es in vielen Ländern der Welt, vor allem in Afrika. So ist gegenwärtig die Situation besonders in Kenia und Äthiopien katastrophal. Beide Länder, die praktisch über keine Infrastruktur verfügen, leiden unter Dürre, explodierenden Nahrungsmittelpreisen und Hungersnot. Der kenianische Präsident Mwai Kibaki rief schon im Januar wegen der Dürre den nationalen Notstand aus. Normalerweise regnet es in Kenia ab März oder April, aber in einigen Teilen des Landes blieb diesmal der Regen aus. Es gibt große Probleme bei der Wasserversorgung und der Elektrizitätsversorgung; diese beruht zu einem großen Teil auf Waserkraft. Wasser- und Energieverbrauch sind in Nairobi jetzt rationiert. Die Regierung hat 500.000 Tonnen Mais als strategische Reserven; gebraucht werden aber monatlich 300.000 Tonnen. Man geht davon aus, daß die Krise mindestens noch zwei Monate anhält.

Äthiopien befindet sich schon im zweiten Dürrejahr. 20% der Bevölkerung, also fast 14 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen. In den am schlimmsten betroffenen Gebieten leiden 62.000 Kinder unter 5 Jahren an schwerer Unterernährung. Dieses Jahr bekam Äthiopien die Hälfte der Nahrungsmittelhilfe des letzten Jahres. Gleichzeitig, und das wiegt noch viel schwerer, gab es in Äthiopien keinerlei Verbesserung der Infrastruktur, mit der wenigstens dann Nahrungsmittelsicherheit hergestellt werden könnte, wenn Regen fällt. Äthiopien wurde 1974 in der Nationalen Sicherheitsdirektive NNSSM 200 unter Henry Kissinger als eins derjenigen potentiell reichen Ländern aufgelistet, deren Bevölkerungswachstum "eine strategische Gefahr" darstelle. Seit Jahrzehnten ist es Opfer geschürter Bürgerkriege und brutaler IWF-Bedingungen. Jetzt ist es zunehmend gezwungen, große Flächen fruchtbares Ackerland an ausländische Investoren zu übergeben. Dieses Jahr werden das allein 1,7 Mio. Hektar sein; weitere Verkäufe/Verpachtungen sind geplant. Die Investoren kommen aus den UAE, Saudi-Arabien, Indien, China und Korea – alles Länder, die selbst von Nahrungsmittelimporten für ihre Bevölkerungen abhängig sind. Aus dem Landwirtschaftschaftsministerium heißt es: "Wir haben Land und Arbeitskräfte im Überfluß, erhalten aber keine Gelder und Technologie, um unsere Menschen zu ernähren." Bei diesen Geschäften werden zwar teilweise einheimische Landarbeiter auf den ausländischen Farmen beschäftigt und es kommen auch Devisen rein, aber eigenständige Entwicklung steht weiterhin nicht auf der Tagesordnung.

All das zeigt, wie dringend die Welt Entwicklung braucht – und welche guten Chancen auch Deutschland hätte, im Rahmen eines neuen Kreditsystems souveräner Nationen mit Hochtechnologie-Exporten die Welt wieder aufzubauen! Das gilt vor allem für eine umgerüstete Autoindustrie, die sehr wohl auch Traktoren, andere Verkehrssysteme wie den Transrapid oder Cargocap, sowie Komponenten für Kernkraftwerke herstellen könnte. 

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