Afrikanische Staatsführer haben Angela Merkel und „Gordons Viererbande“ wegen iherer Attacken auf Simbabwes Präsident Robert Mugabe auf dem EU-Afrika-Gipfel scharf zurechtgewiesen. Bundeskanzlerin Merkel hatte auf dem Gipfel, zusammen mit den Regierungschefs der Niederlande, Dänemarks und Schwedens, die Dreckarbeit für den britischen Premier Gordon Brown übernommen, der sich auf dem Gipfel nicht blicken ließ.
Merkel sagte, die Europäer seien sich in ihrer Kritik gegen Mugabe einig. Wie die Times berichtete, antwortete Mugabe darauf, Merkel schade „dem Immage Afrikas“, es seien „aufgebauschte Erfindungen“ von „Gordons Viererbande“: „Sie kritisieren Simbabwe und die Menschenrechte entgegen der Position der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und der Afrikanischen Union. Meint die deutsche Kanzlerin wirklich, mehr zu wissen als der SADC?“ Weiter sagte er, Gordon Brown sei zwar nicht da, aber er habe „Sprachrohre, die nicht von ihrem eigenen Herzen her sprechen, aber sagen, was Nummer 10 Downing Street gerne hören möchte“. Er schloß: „Die Briten sind die Herren der Deutschen“.
Der Mail & Guardian berichtete, Ghanas Präsident John Kufuor habe Mugabe verteidigt, da die Afrikanische Union die Vermitlungsversuche von Simbabwes Nachbarn, angeführt vom Südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki, unterstütze. „Wir wollen eine eigene Lösung anregen, so daß Normalität wiederhergestellt und eine gute Staatsführung für die Menschen erreicht wird“ sagte Kufuor, und machte damit klar, daß eine Einmischung von außen nicht hilfreich ist.