(LPAC) – Die indische Zeitung Hindu berichtete am 4. Januar über eine Pressekonferenz des Vortages, bei der der pakistanische Präsident Muscharraf sagte, er habe Benazir Bhutto persönlich vor Risiken gewarnt, sei aber von ihr ignoriert worden.
Auch schloß er Sicherheitslücken aus; die Anführerin der Pakistanischen Volkspartei sei angemessen geschützt gewesen. Weiterhin sagte Muscharraf, daß die pakistanischen Geheimdienste "nicht in der Lage" seien, "jemanden zu indoktrinieren, sich selbst in die Luft zu sprengen."
Lyndon LaRouche bezeichnete diese Aussagen als äußerst wichtig und betonte, Muscharraf sei selbst ein Ziel und kein Täter, wie es von verschiedenen westlichen Quellen dargestellt wurde, die als ein Teil der weltweiten ‚Operation Chaos‘ versuchen, die britische Rolle bei dem Attentat zu verschleiern. Bhuttos Problem war, daß sie glaubte, die Briten seien ihre Freunde, so LaRouche. Sie hätte nicht nach Pakistan zurückkehren und nicht mit Muscharraf brechen sollen.
LaRouche bemerkte auch, daß Muscharrafs Abmachung mit Scotland Yard, wonach britische Ermittler die pakistanischen Bemühungen unterstützen werden, gerechtfertigt sei; die Briten würden so mit in die Verantwortung genommen. Muscharraf antwortete auf der Pressekonferenz auf die Frage eines Reporters, ob er "Blut an seinen Händen habe", diese Frage sei unter seiner Würde, er wolle aber dennoch eine öffentliche Antwort darauf geben: "Ich habe weder feudale, noch Stammesgesinnungen", sagte er. "Ich wurde in einer sehr gebildeten und zivilisierten Familie großgezogen, die besonders Wert auf Charakter legte." Er habe die britischen Ermittler um Hilfe gebeten, um die Anschuldigungen zu zerstreuen, Pakistans Militär oder Geheimdienste seien in den Anschlag verwickelt. "Wir gehen so weit wie auch immer nötig, denn von Regierungs- oder Nachrichtendienstseite ist niemand in die Sache verwickelt."
LaRouche fügte hinzu, daß Pakistan im Grunde britisches Territorium sei und Muscharraf das auch wisse. Er sei sich auch darüber im klaren, daß die Briten ihn gern tot sähen und so handle er, um sie zu überraschen.
Der Daily Times zufolge sagte Muscharraf der Presse, er sei mit der Untersuchung des Attentates "nicht ganz zufrieden". Er bezog sich auf Berichte, nach denen der Tatort rasch nach dem Attentat von Spuren gereinigt wurde. "Ich bin nicht ganz zufrieden und stimme völlig mit Ihnen überein, was die Reinigung des Tatortes angeht." Er fügte jedoch hinzu: "Ich bin sicher, daß das nicht in der Absicht geschehen ist, Geheimnisse zu verbergen, oder daß die Geheimdienste etwa eine solche Anweisung gegeben hätten … Wenn sie meinen, daß die Spuren mit Absicht beseitigt wurden, nein, das war Ineffizienz."