Neue Allianzen in der Schweiz für Glass-Steagall-Trennbankensystem

09.09.2013
Neue Allianzen in der Schweiz für Glass-Steagall-Trennbankensystem elke 09.09.2013

Im Schweizer Parlament, das seit dem 9. September wieder tagt, ist ein Bündnis aus zwei oder drei Parteien zwischen SP, SVP und Grünen für ein Trennbankengesetz denkbar. Alle drei Parteien haben Anträge für Bankentrennung vorgelegt. Laut SVP-Gründer Christof Blocher werden im Hintergrund Kontakte mit den Sozialisten geknüpft, um in dieser Frage eine Allianz zu bilden.


Im Schweizer Parlament, das seit dem 9. September wieder tagt, ist ein Bündnis aus zwei oder drei Parteien zwischen SP, SVP und Grünen für ein Trennbankengesetz denkbar. Alle drei Parteien haben Anträge für Bankentrennung vorgelegt. Laut SVP-Gründer Christof Blocher werden im Hintergrund Kontakte mit den Sozialisten geknüpft, um in dieser Frage eine Allianz zu bilden.

Einen wichtigen Beitrag zu der Debatte lieferte am 06.09. [url:“http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/33020/die-tragik-des-grossbankensystems-in-zwei-charts/“]ein Artikel im Schweizer Tagesanzeiger.[/url] Darin wird gewarnt, das Bankensystem sei gegenwärtig höchst anfällig für einen neuen Crash, der schlimmer sein könnte als bei der Pleite von Lehman Brothers. Als Veranschaulichung dient eine aufschlußreiche Grafik des US-Ökonomen Alan Taylor über die Häufigkeit von Finanzkrisen in den Industrieländern von 1800 bis kurz nach 2000.

Dazu heißt es im Tagesanzeiger: „Die Kernaussage der Grafik liegt aber in der Zeit zwischen den späten 30er Jahren und Ende der 70er Jahre“, als Regelungen wie Glass-Steagall in Kraft waren. „Während rund 40 Jahren kam es in den Industriestaaten zu keiner einzigen systemischen Bankenkrise. Null.“ Und weiter: „Ab den frühen Achtzigern wurde Glass-Steagall stufenweise gelockert, bis das Gesetz 1999 ganz fiel. Parallel dazu nahm auch die Häufigkeit von Finanzkrisen wieder zu.“

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