Tadschikische Behörden haben die Existenz einer neuen terroristischen Gruppe, Jamaat Ansarullah, in Nord-Tadschikistan bestätigt. Sie ist der radikale Flügel der Islamischen Bewegung Usbekistans (IMU), so Jusuf Rachmomow, Staatsanwalt der Region Sogdi.
Tadschikistan kommt wegen der dort verlaufenden Nachschubrouten eine große strategische Bedeutung für die Militäraktion der NATO in Afghanistan zu. Diese hat in den vergangenen Wochen sogar noch zugenommen, da die Hauptroute durch Pakistan durch wiederholte Angriffe auf Tanklastwagen unter Druck gekommen ist.
Die IMU erstrebt die Absetzung der säkularen Regierungen Zentralasiens und den Aufbau eines islamischen Scharia-Staats. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Briten und Saudis, das bald nach dem Kollaps der Sowjetunion und der Entstehung unabhängiger Staaten in Zentralasien entstand und mittlerweile überall in Zentralasien aktiv ist.
Wenn die IMU-Kämpfer unter Druck kommen, suchen sie Zuflucht in den an Afghanistan angrenzenden Stammesgebieten Pakistans. Die IMU arbeitet Hand in Hand mit Hizb ut-Tahrir (HuT), die ihre Zentrale in Großbritannien hat und durch die Saudis finanziert wird. HuT will die Einführung eines Kalifats, das sich vom Nordkaukasus bis zur Türkei erstrecken würde. Viele Mitglieder stammen aus Familien ausgewanderter Tschetschenen.
Siehe dazu auch das Dossier: "BüSo-Weissbuch 2010 zu Afghanistan" auf [url:“afghanistan“]http://www.bueso.de/afghanistan[/url]