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Neue Perspektiven für Afghanistan

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat in Beijing seine Amtskollegen aus Afghanistan und Pakistan, Salahuddin Rabbani bzw. Khawaja Muhammad Asif, zu einem erstmaligen Außenministerdialog empfangen, wobei sie ihre Absicht bekräftigten, die dreiseitigen Beziehungen zu verbessern, die Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil zu vertiefen, die Konnektivität im Rahmen von Chinas ehrgeiziger Belt and Road Initiative voranzubringen und den Terrorismus in all seinen Formen und Erscheinungen unterschiedslos zu bekämpfen, hieß es bei PTI Islamabad.

In einer wichtigen Initiative hat Wang außerdem vorgeschlagen, den Chinesisch-Pakistanischen Wirtschaftskorridor (CPEC), in den 57 Mrd.$ investiert werden sollen, nach Afghanistan auszuweiten. Vor der Presse verwies er dabei auf die dringende Notwendigkeit, daß sich Afghanistan entwickelt, die Lebensbedingungen seiner Bevölkerung verbessert und sich weiteren Interkonnektivitäts-Initiativen anschließt. „China und Pakistan sind bereit, zusammen mit Afghanistan auf einer Win-win-Basis gegenseitig vorteilhafte Prinzipien zu prüfen und geeignete Wege zu finden,“ erklärte Wang.

In einem bilateralen Treffen mit dem afghanischen Außenminister Rabbani sagte Wang, China hoffe, seine Entwicklungsstrategie mit Afghanistan abzustimmen und die bilaterale Zusammenarbeit zu erweitern. China erwarte einen breiten und inklusiven politischen Versöhnungsprozeß in Afghanistan, der vom afghanischen Volk getragen werde. Rabbani begrüßte den Vorschlag und lobte China als verläßlichen Partner. Sein Land sei bereit, sich aktiv an der Belt and Road Initiative zu beteiligen und die Zusammenarbeit mit China in den Bereichen Interkonnektivität, Infrastruktur und Energie zu vertiefen.