Mit dem jetzt fertiggestellten "Scheich-Zayed-Kanal" in Ägypten kann Nilwasser vom Nasser-See aus westwärts in die Oase der Toshka-Wüste fließen, um durch Bewässerung 100.000 Morgen neue landwirtschaftliche Anbaufläche zu gewinnen. Drei Millionen Menschen sollen sich neu in dem Gebiet ansiedeln. Der Zayed-Kanal wurde vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen
Emirate, Scheich Zayed Bin Sultan, über den Abu Dhabi-Entwicklungsfonds
wesentlich gefördert
Der Hauptkanal verläuft mehr als 50 Kilometer westwärts der gigantischen"Mubarak"-Pumpstation neben dem "Nasser-See", die 2005 fertiggestellt wurde – eines der weltgrößten Ingenieurprojekte. Vier Zweigkanäle mit 22 km Länge gehen in Nord-Süd-Richtung vom Zayed-Kanal ab. Drei Hauptkanalpumpstationen starten jetzt den Probebetrieb, gefolgt von landwirtschaftlichen Versuchen, mit denen die Umwandlung des Wüstensandes in Ackerland beobachtet werden wird. (Siehe Details dazu auf [url:“http://www.water-technology.net/projects/mubarak/]www.water-technology.net[/url] und im Sonderbericht der Nachrichtenagentur EIR von 1997 "Frieden durch Entwicklung in der Region von Afrikas Großen Seen", pp139-142.)
Das Toshka-Projekt wurde im Januar 1997 eingeweiht und soll bis 2020 fertig sein. Sein offizieller Name lautet „Nationales Projekt zur Entwicklung Oberägyptens"(NPDUE). Das erklärte Ziel ist, „sich über das Niltal auszubreiten" und neue agro-industrielle Städte zu errichten – ein neues "Nil-Delta-Projekt". Einige Geologen gehen davon aus, daß der jetzige Verlauf des Nilkanals das frühere Flußbett des westliche Nilarmes war.
Bis zu 10 % des Nilwassers könnte schließlich in dieses neue Entwicklungsprojekt der Toshka-Wüste fließen. Zehn Länder teilen sich das Nilwasser und immer wieder versuchen Gegner solcher Projekte, die Anrainerstaaten des Nil gegeneinander auszuspielen. Aber mit dem zukünftigen Einsatz der Kernenergie für große Wasserentsalzungsanlagen in der Region und der zwischenzeitlichen Verwendung von tieferliegender Grundwasserquellen, wie z.B. dem nubischen Grundwasser, gibt es keine Beschränkungen, die ins Gewicht fielen.
Projekte wie diese Kanal- und Pumpsysteme, der Bau neuer Städte und die Nutzbarmachung neuer landwirtschaftlicher Gebiete schaffen die neuen Ressourcen der Zukunft, im Gegensatz zur Globalisierung und der oligarchischen Ideologie „begrenzter Rohstoffe" der Globalisierung.