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New York, 5. Januar, live: William Binney, Ray McGovern und Barbara Boyd zu Russiagate und Kriegsgefahr

In einem Interview auf Consortium News am 1. Januar attackierte der frühere NSA-Experte William Binney erneut scharf das „Russiagate“ und die damit einhergehende McCarthy-Hetze. Auf die Frage, warum er darüber so besorgt sei, antwortete Binney: „Letztlich ist meine Hauptsorge, daß dies alles zu einem richtigen Krieg gegen Rußland führen könnte. Wir sollten diesen Weg definitiv nicht weiter gehen. Wir müssen aus all diesen Kriegen herauskommen. Ich bin außerdem sehr besorgt darüber, was wir mit unserer eigenen Demokratie machen. Wir trampeln auf den grundlegenden Prinzipien unserer Verfassung herum. Der einzige Weg, das alles rückgängig zu machen, ist, die Leute, die daran teilnehmen, anzuklagen und diese, ganz offensichtlich verfassungswidrigen Aktivitäten unter Kontrolle zu bekommen.“

William Binney wird am Freitag, den 5. Januar um 19 Uhr Ortszeit zusammen mit seinem Kollegen Ray McGovern (beide sind führende Vertreter der VIPS, Geheimdienstveteranen für Vernunft, eine Gruppe ehemaliger hochrangiger Nachrichtendienstler und Experten) und der Journalistin Barbara Boyd von LaRouche PAC beim Bürgertreffen von LPAC in New York City sprechen. Das Thema der Veranstaltung: “Den Putsch beenden, den nächsten Krieg verhindern und die Weltlandbrücke bauen“. Die Veranstaltung wird live auf www.larouchepub.com übertragen.

Die VIPS hatten gerade in einem Offenen Brief vom 21.12. an US-Präsident Donald Trump der Behauptung widersprochen, der Iran sei der größte staatliche Förderer des internationalen Terrorismus. Dies träfe stattdessen auf Saudi-Arabien zu, so der VIPS-Beirat, der auch die US-Neocons für die Unterstützung von Terrorismus angreift. In dem Brief heißt es u.a. :

„Die Beschreibung des Iran als größter staatlicher Förderer von Terrorismus auf der Welt hält den Tatsachen nicht stand. Zwar hat sich der Iran des Einsatzes von Terrorismus als Werkzeug nationer Politik schuldig gemacht, aber der Iran von 2017 ist nicht mehr der Iran von 1981. In der Frühzeit der Islamischen Republik verübten iranische Agenten routinemäßig Autobombenanschläge, Entführungen und Ermordungen von Dissidenten und US-Bürgern. Das ist seit vielen Jahren nicht mehr der Fall. Entgegen häufiger Behauptungen von US-Offiziellen, der Iran organisiere Terrorismus, konstatieren wir schlicht, daß die im Terrorismus-Jahrbuch des US-Außenministeriums aufgelisteten Fälle selten einen Terroranschlag als Tat des Iran oder für den Iran verzeichnen.“

Bezüglich der libanesischen Hisbollah heißt es, diese hätten sich in den letzten 20 Jahren zu einer eigenständigen Einheit und politischen Kraft entwickelt. „Die Hisbollah, die jetzt Teil der libanesischen Regierung ist, hat sich auch von der radikalen, religiös motivierten Gewalt abgewandt, die das Merkmal der sunnitischen Extremisten wie ISIS ist.“ (https://consortiumnews.com/2017/12/21/intel-vets-tell-trump-iran)