Nach Lyndon LaRouche fordert nun auch die New York Times für die USA eine "neue Pecora Kommission", um dem ungeheuren Betrug, mit dem die Wall Street und die City of London das derzeitige Weltfinanzsystem in die größte Krise der modernen Geschichte gestürzt haben, auf den Grund zu gehen.
Erstmals im September 2008, und erneut am 27. Dezember 2008, verlangte Lyndon LaRouche, dass man eine umfassende Untersuchung durch den US-Kongress beginnen solle, ähnlich derjenigen im Banken-, und Währungsausschuss des US-Senats während der Jahre 1932-1934, durch die man die massiven Betrugs-, und Korruptionsfälle unter die Lupe nahm, die zum Aktienmarktcrash im Jahre 1929 geführt hatten. Jene vom ehemaligen Vizestaatsanwalt der Stadt New York, Ferdinand Pecora, geleitete Untersuchungskommission ebnete den Weg für die spätere Bankenregulierungen durch US-Präsident Franklin Roosevelt.
Die New York Times druckte am 6.1. auf einer Drittelseite ein Foto von Ferdinand Pecora und daneben einen Artikel des Wirtschaftshistorikers Ron Chernow mit dem Titel "Wo ist unser Ferdinand Pecora?". Darin fordert er den neu gewählten US-Präsidenten Barack Obama dazu auf, den Kongress mit der Aufgabe zu betrauen, "eine breit angelegte Untersuchung über den Zusammenbruch des Immobilien-, und Aktienmarktes an[zu]stellen, um sowohl den intellektuellen Kontext als auch die politische Gefolgschaft für einen Wandel zu schaffen."
Chernow, der bereits in einer Buchveröffentlichung zeigen konnte, dass das Bankhaus Morgan Verbindungen nach London unterhielt und aktiv den Faschismus unterstützte, schrieb in dem Artikel der New York Times eine scharfsinnige Zusammenfassung der Aktivitäten der Pecora Commission. Darin heißt es: "Pecora documentierte nicht nur eine Litanei von Missbräuche, sondern bereitete auch den Weg für Gesetze, die das Problem lösten. Das Wertpapiergesetz von 1933, das Glass-Steagall-Gesetz of 1933 und das Wertpapierhandelsgesetz von 1934 – sie alle bezogen sich auf von Pecora entdeckten Missbrauchsfälle. Es war nur allzu gerecht, daß Roosevelt ihn zum Vorstandsmitglied in der neu gegründeten Aufsichtsbehörde für den Wertpapierhandel, der ‚Securities and Exchange Commission‘, machte."
Der Autor Chernow beendete seinen Kommentar mit einem Appell, der an den von Lyndon LaRouche erinnert: "Die so sehr von unserer Finanzelite enttäuschte Bevölkerung sucht verzweifelt nach Antworten. Der neugewählte Kongress hat nun die Chance bekommen, die Nation Schritt für Schritt durch all die Machenschaften hindurchzuführen, die zu dem derzeitigen Debakel geführt haben, um geeignete Gesetze zu verabschieden, die eine Wiederholung verhindern können."