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Nordkorea: Das Problem ist nicht Trump, sondern Bolton

Nach der Absage des für den 16. geplanten weiteren nord- und südkoreanschen Gipfeltreffens am 16.5. veröffentlichte Kim Kye Gwan, the erste Vizeminister für Auswärtige Beziehungen Nordkoreas am Mitwoch eine Erklärung, in der zunächst die "strategische Entscheidung von Staatsführer Kim Jong Un, Schritte einzuleiten, die Frieden und Stabilität auf der Koreanischen Halbinsel herbeizuführen" betont wird.

Die Erklärung bezieht sich dann direkt auf die Äußerungen des amerikanischen Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton, der kategorisch gefordert hatte, Nordkorea solle sich denselben Auflagen und Prozeduren zur Beendigung seines Atomwaffenprograms wie einst Libyen unterziehen.  Jeder weiß, wie das endete. Nordkorea weist diese offensichtlich absolut provokanten Äußerungen ebenso wie jeden Vergleich seines Landes mit Libyen in der Erklärung scharf zurück.

Am Ende heißt es: "Wenn die Trump-Regierung mit Aufrichtigkeit an den Nordkorea-USA Gipfel zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den DPRK und den USA herangeht, wird sie eine verdiente Antwort von uns erhalten. Wenn die USA jedoch versuchen, uns in eine Ecke zu treiben, um uns dazu zu zwingen, einseitig unser Nuklearpropgram aufzugeben, werden wir kein weiteres Interesse an einem solchen Dialog haben, so daß uns dann keine weitere Wahl bleibt, unser Fortschreiten zum DPRK-USA Gipfeltreffen erneut zu überdenken."

hier ist der Text (auf englisch):

https://www.nytimes.com/2018/05/15/world/asia/north-korea-statement-trum...