Nicht nur in Deutschland schicken Autobauer ihre Mitarbeiter in Zwangsurlaub und verlangen Finanzspritzen von der Regierung. Auch in Großbritannien ist die britische Niederlassung von General Motors (GM), Vauxhall in geheimen Gesprächen über eine staatliche Finanzspritze, schreibt The Times. Auch hier ist es ähnlich wie bei Opel: der Verkauf von Autos ging drastisch zurück und die Muttergesellschaft GM macht Druck. Aber die britische Regierung will die Autobranche nicht ebenso retten, wie zuletzt den Bankensektor. Das Problem ist nur, daß während bei Vauxhall direkt 5.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind, bei den Zulieferern und Verkaufshäusern zusätzlich 50.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Auch Ford und Honda haben bei der britischen Regierung angeklopft. Insgesamt ist der Neuwagenverkauf in GB seit 2007 um 36,8% gefallen.
In Italien legt Autobauer Fiat die Produktion für einen ganzen Monat still und entläßt 48.000 Arbeitnehmer vorübergehend in die Arbeitslosigkeit – die Gewerkschaften sprechen sogar von 58.000 Betroffenen. Allein im November fielen die Verkaufszahlen von Fiat um 28%.
Ohne eine umfassende technologische Umrüstung der Autoindustrie im Rahmen staatlicher großer Infrastrukturprogramme durch europäische Regierungen lassen sich die Probleme des Sektors in dieser Größenordnung nicht mehr in den Griff bekommen.