Führende Kreise in Washington äußern sich besorgt über die eskalierende
Hetzkampagne in der Presse im Zusammenhang mit der Kampagne des früheren
irakischen Premierministers Allawi gegen den amtierenden Premierminister
Al-Maliki, da dies ein starkes Signal dafür sei, daß ein Krieg gegen den Iran
binnen weniger Tage möglich sei. Nach dem derzeitigen Stand könnten die
US-Streitkräfte innerhalb von Tagen gegen iranische Ziele losschlagen, bisher
gibt es jedoch noch keinen Beweis dafür, daß tatsächlich geplant ist, einen
solche Angriffe zu starten.
Die internationale Medienkampagnen für den früheren irakischen
Premierminister Iyad Allawi in der letzte Woche läßt führende Kreise in den USA
vermuten, daß jemand in der US-Regierung vorhat, möglicherweise schon in den
nächsten Tagen mit Militärschlägen gegen den Iran vorzugehen. Das Besorgnis
erregende an dieser Kampagne zu diesem Zeitpunkt ist die Tatsache, daß der
frühere irakische Premierminister Allawi beständig Erklärungen abgibt, die
sunnitische Angehörige der Al-Maliki-Regierung auffordern, diese zu verlassen,
da sie „sektiererisch" sei und vom Iran unterstützt würde. Diese Werbung für
Allawi fällt mit dem wachsenden Druck aus Saudiarabien und von der mit Cheney
verbundenen BAE-Clique in der Bush-Regierung zusammen, welche nachdrücklich
Militärschläge gegen den Iran fordern, unter dem Vorwand, die iranische
Regierung stünde hinter dem Aufstand der Schiiten, bei dem amerikanische
Soldaten im Irak fallen. Die Einschätzung ist, daß die erste Angriffswelle,
wenn solche Schläge nun tatsächlich beabsichtigt werden, möglicherweise nur
wenige Tage, bevor der Kongreß aus der Sommerpause zurückkehrt, stattfinden
könnte.
Seit Anfang August weist eine Reihe von Medienberichten, die von gut
informierten Kreisen in Washington bestätigt werden, darauf hin, daß
Vizepräsident Cheney Druck auf den Präsidenten ausübe, Schläge gegen Ziele im
Iran, die mit der revolutionären Garde zusammenhängen, zu autorisieren. Einige
dieser Quellen teilen die Sorge von Lyndon LaRouche, daß Angriffe gegen Ziele
im Iran schon binnen Tagen stattfinden können.
Lyndon LaRouche betonte gestern, er sage zwar nicht, daß solche Schläge
unmittelbar bevorstehen, aber die „Absicht" für solche Schläge sei auf alle
Fälle da, und die Kampagne für Allawis Aufrufe, die Al-Maliki-Regierung zu
ersetzen, sei Teil dieser Anstrengung.