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Österreichische Zeitung: EU-Maßnahmen = Währungsreform und währungspolitischer Putsch!

"Das war eine Währungsreform," schreibt Christian Ortner heute, am 18.5., in der führenden Wiener Tageszeitung [i]Die Presse [/i]über die EU-Pläne für den Super-Bailout, "per  währungspolitischem Staatsstreich wurden wir um unser bisher hartes Eurogeld gebracht."

"Die meisten Bewohner von Euroland haben es möglicherweise nicht gleich bemerkt, aber in der Nacht von Sonntag auf Montag dieser Woche haben die europäischen Regierungschefs und Finanzminister nichts Geringeres als eine waschechte Währungsreform beschlossen und durchgeführt. Auch wenn ein grasgrüner Hunderter am Montag genauso aussah wie in der Woche

davor: Es war plötzlich anderes Geld. Die Währung, mit der wir seit diesem Wochenende bezahlen, ist nicht die gleiche wie zuvor."

"Indem die EZB am Wochenende dem politischen Druck der Regierungschefs nachgab und den Ankauf von Staatsanleihen der Pleitekandidaten begann - was ihr Chef Trichet noch Tage zuvor ausgeschlossen hatte -, unterwarf sie sich dem Primat der schuldensüchtigen Politiker der Eurozone. Neue Regeln, neue Währung."

"Nicht nur das Ende der Unabhängigkeit der EZB führte zu einer De-facto-Währungsreform, sondern auch die sonntags verkündete - gesetzwidrige - Kollektivhaftung aller Euroländer für alle Euroländer. .. Bemerkenswert ist übrigens auch die verhaltensoriginelle Art und Weise, wie diese Währungsreform zustande kam: nämlich ohne dass ein einziger Volksvertreter dem vorerst zugestimmt hat; im Grunde also ein währungspolitischer Putsch."