„Wir haben uns entschlossen, dieses Format zu wählen, um hoffentlich auf breiter Ebene eine Diskussion in Deutschland anzufachen, weil die meisten Menschen spüren – instinktiv und einige auch durch entsprechende Informationen unterfüttert –, daß Deutschland sich in einer beispiellosen Krise befindet. Trotz Kubakrise und anderer Krisen es gab in der gesamten Zeit seit 1945 nichts, was der jetzigen Lage vergleichbar wäre, und meine tiefste Überzeugung ist – und das sollten wir heute auch diskutieren: Wenn sich keine Änderung erreichen läßt, dann steht relativ kurzfristig die Existenz Deutschlands als Nation auf dem Spiel. Und das nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht – die Wirtschaft befindet sich in einem freien Fall –, sondern durchaus auch militärisch. Wir sind in Gefahr, in einen neuen Krieg verwickelt zu werden. Das heißt, unser Land ist in einer tödlichen Gefahr.“ Damit begann Helga Zepp-LaRouche ihre Eröffnungsrede beim Online-Krisenforum des Schiller-Instituts am 1. September 2026.
„Ein Ausweg aus dieser Lage ist absolut möglich. Er wäre sogar relativ einfach, und die weiteren Vorträge heute werden sich mit Aspekten dieses Ausweges beschäftigen. Aber damit die Politik die Richtung ändern kann, brauchen wir unbedingt eine umfassende öffentliche Debatte, die es zur Zeit nicht gibt. Diese Debatte muß in alle Institutionen hineingetragen werden, und sie muß vor allem die Menschen erreichen, die im Augenblick noch gar keine Ahnung haben, wie existentiell gefährlich die Lage ist.
Es gibt ja eine Opposition, aber diese Opposition beschränkt sich auf eine Diskussion in den alternativen Medien, und auch dort ist die Diskussion um Alternativen und Lösungen so gut wie nicht vorhanden. Es sind eher „Meckerclubs“ und Beschwerdevereine, aber wo ein Ausweg liegt, das fehlt. Und als Folge davon ist ein großer Teil der Bevölkerung in einem sehr bedrückten Zustand. Die Leute sind depressiv. Man hört immer wieder: „Man kann ja doch nichts machen.“
Im Grunde ist dies das Resultat davon, daß wir von den Mainstream-Medien faktisch einer Vorkriegspropaganda ausgesetzt sind. Im Krieg ist es normal, daß Kriegspropaganda die Nachrichten beherrscht. Aber wir haben fast schon eine ähnliche Situation, wo man ganz klar feststellen kann, daß ein kognitiver Krieg gegen die Bevölkerung geführt wird, die die NATO-Narrative einfach schlucken soll. Dazu gehört, würde ich sagen, ein russophober Militarismus, eine Dämonisierung Rußlands. Heute wurde angeblich der Beweis gefunden, daß die Drohnen in Leipzig tatsächlich von Rußland lanciert wurden. Da will ich erst noch mal auf die Beweise warten! Und natürlich wird jetzt auch China mehr und mehr dämonisiert. Über die Globale Mehrheit, den Globalen Süden, die immerhin 85 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, hört man so gut wie nichts. Wichtige Entwicklungen dort werden vollkommen ausgeblockt. ….“
Hier können Sie die ganze Rede (einschliesslich Schaubilder) lesen. Mehr zur Veranstaltung hier.