Fünf Tage nach den verheerenden Erdbeben, die Venezuela am 24. Juni erschütterten, laufen die Rettungsarbeiten noch intensiver, weil die Zeit knapp wird, um Überlebende unter den Trümmern zu finden. Laut dem Miami Herald liegt die Zahl der Todesopfer derzeit bei 1450; 3150 Menschen sind verletzt oder im Krankenhaus, 12.721 sind offiziell obdachlos. Die zahlreichen Nachbeben – heute 512, gestern 430 – erschweren die Rettungsarbeiten, weil die betroffenen Gebiete äußerst instabil sind, was das Risiko weiterer Gebäudeeinstürze erhöht. Auch die Schäden an der Infrastruktur – Straßen, Telekommunikation, der internationale Flughafen Simon Bolívar – behindern die Rettungsarbeiten.
Der venezolanische Ökonom Francisco Rodriguez vom Washingtoner Center for Economic Policy Research (CEPR) schrieb am 26. Juni, die brutalen Sanktionen der USA gegen Venezuela in den letzten sieben Jahren hätten es dem Land unmöglich gemacht, schwere Maschinen zu kaufen, die jetzt für die Rettungsarbeiten nötig wären. Die faktische Blockade habe die Fähigkeit des Landes, auf diese Tragödie zu reagieren, direkt beeinträchtigt.
Quelle: eirna.de