In drei Monaten steht die nächste Opiumernte in Südafghanistan bevor. Seit der US-Invasion ist die Opiumproduktion in Afghanistan von 1000 Tonnen (2001) auf 8200 Tonnen (2007) gestiegen und nach UN-Berichten wird ein erneuter Anstieg für 2008 erwartet.(Die größte Opiumernte vor der US- und NATO-Invasion betrug 4000 Tonnen). Den höchsten Anstieg verzeichnete die Provinz Helmand: 2007 kamen fast 53 % der gesamten afghanischen Opiumproduktion aus Helmand. Dort sind 7700 britische Soldaten stationiert.
Antonio Maria Costa, Exekutivdirektor des UNO-Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensverhütung, bezeichnet das Opium als große Einnahmequelle für die Taliban. Zusätzliche Einnahmen würden durch Heroinlaboratorien und den Export der Drogen erzielt.
Angesichts der massiven Truppenstationierung stellt sich die Frage: Warum bekommt man das nicht in den Griff? Und: wer profitiert wirklich davon?